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Potato Europe: Greenpeace kündigt Protest anSuse-Katrin Jamrath kontrolliert die Kartoffelpflanzen, die ihre Firma Unika ausstellt. Fotos: jemi
Mittelrode (jemi). Wer in diesen Tagen am Rittergut Bockerode vorbeikommt, erlebt ein Déjà-vu: Vor knapp drei Monaten sah das Gelände mit all den Zelten, Fahnen und den vielen Menschen fast identisch aus. Während damals die DLG-Feldtage der Grund für den Trubel waren, ist es jetzt die Kartoffelmesse „Potato Europe“. Heute und morgen stellt die internationale Kartoffelbranche neue Maschinen und Versuchsparzellen auf dem Rittergut Bockerode vor. Das öffentliche Interesse will „Greenpeace“ indes für Proteste nutzen.
Gestern waren die Aussteller noch schwer damit beschäftigt, ihre Messestände auf Vordermann zu bringen. Suse-Katrin Jamrath und Christian Weseloh besorgten Kabelbinder und räumten ihren Stand mit den notwendigen Accessoires ein. Außerdem kümmerten sie sich um die Vorträge bei den Forumsveranstaltungen.
Christian Schepergerdes und Henk Olthof waren auch noch mit den Aufbauarbeiten beschäftigt. Sie freuen sich schon, während der Messe ihre Kartoffelsorten mit den schönen Namen „Smaragd“ und „Energie“ vorzustellen.
Doch nicht alle Besucher kommen heute zum Rittergut, um Geschäfte zu machen und sich zu informieren.
Umweltorganisation gegen Gen-Kartoffel
Die Umweltorganisation Greenpeace hat angekündigt, dass sie am Eingang der Messe gegen die Gen-Kartoffel des Chemiekonzerns BASF protestieren will. Die Umweltschützer sprechen sich dagegen aus, dass die Genkartoffel im kommenden Jahr weitaus stärker angebaut wird.
Greenpeace will unter anderem Flyer verteilen und mit Protestplakaten auf das Thema aufmerksam machen. Veranstalter Friedrich Henkels bringt der Protest nicht aus der Ruhe: „Diskussionen gehören zum Geschäft dazu und bereichern das Geschehen.“ Außerdem weist er darauf hin, dass das Thema während der Messe sonst nicht relevant sei. Keiner der Aussteller würde an den Veranstaltungstagen ein Genprodukt präsentieren.
Aber auch sonst blickt Henkels der Kartoffelmesse entspannt entgegen: „Wir werden natürlich immer routinierter und die Ausmaße sind deutlich kleiner als bei den Feldtagen.“