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Nottebrock hört auf

Im Sommer ist nach zehnjähriger Trainertätigkeit beim VfL Bückeburg Schluss
Nach zehn Jahren als Trainer des VfL Bückeburg ist Schluss: Timo Nottebrock geht im Sommer. ph
Nach zehn Jahren als Trainer des VfL Bückeburg ist Schluss: Timo Nottebrock geht im Sommer. ph

Fußball. Die vergangenen sieben Tage waren für Timo Nottebrock eine sehr intensive Zeit, geprägt von vielen Gedankenspielen. Vor einer Woche hatte der 42-Jährige noch die Entscheidung getroffen, beim VfL Bückeburg in der nächsten Saison ins elfte Trainerjahr zu gehen. Nun die Rolle rückwärts: Im Sommer hört Nottebrock nach 23 Jahren als Spieler und Trainer beim Oberligisten auf.

„Das ist eine Bauchentscheidung. Mir ist der Rückzug nicht leicht gefallen. Aber dieser Entschluss ist im Sinne des VfL Bückeburg gefallen. Natürlich spielen auch vereinsinterne Strukturen – auf die ich aber nicht eingehen werde – eine Rolle“, schildert Nottebrock seine Beweggründe für den Schlussstrich.

Unter dem Bückeburger Urgestein erlebte der VfL mit seine besten Zeiten. Sieben Jahre lang spielten die Residenzler in der Oberliga. Der Fan des Hamburger SV feierte mit dem VfL drei Aufstiege in die höchste Spielklasse Niedersachsens, allerdings auch drei Abstiege. In dieser Saison rangieren die Bückeburger in der Oberliga auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Abstand beträgt 16 Spiele vor Saisonende schon stolze 16 Punkte auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der Klassenerhalt dürfte für den VfL utopisch sein.

„Wir wollen die Serie mit Anstand zu Ende bringen. Natürlich sieht im Moment alles danach aus, dass wir absteigen müssen. Trotzdem wollen wir in der Rückrunde noch einige Punkte einsacken. Ich möchte mich gut verabschieden“, stellt Nottebrock klar. In der Landesliga soll dann ein Neuanfang mit neuem Trainer gestartet werden. „Diesem Umbruch möchte ich nicht im Weg stehen. Vielleicht bin ich nicht mehr die passende Lösung. Ich habe zuletzt viel nachgedacht, habe dann meine erste Entscheidung revidiert und mich zum Rückzug entschlossen“, erklärt der scheidende VfL-Coach.

Bückeburgs Fußballchef Uwe Völkening war nur für ein kurzes Statement zu erreichen. „Wir sind Timo zu großem Dank verpflichtet und respektieren seine Entscheidung. In den nächsten Tagen verkünden wir, wer sein Nachfolger wird“, gibt Völkening zu Protokoll.

Nottebrock will sich nun aber nicht auf die faule Haut legen. „Ich bin nichts amtsmüde, mein Akku ist auch nicht leer. Ich stehe für Anfragen zur Verfügung. Meinetwegen kann es im Sommer gleich bei einem anderen Verein weitergehen“, so der Bückeburger Noch-Trainer.

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