Bückeburg
„Deutschland sucht den Supersprinter“ – und findet ihnAlle diese jungen Läufer haben ihr Bestes gegeben – dafür erhalten sie Medaillen und Urkunden.
Bückeburg (mig). Trotz unangenehm kühler Temperaturen haben am Sonntag zahlreiche Läufer am Wettbewerb „Deutschland sucht den Supersprinter 2011“ teilgenommen. Veranstaltet wird der bundesweite Contest vom Verein „Deutsche Talentförderung e.V.“, der auf diese Weise die schnellsten Nachwuchssprinter der Jahrgänge 1998 bis 2001 finden will.
Unter den Augen von Nicole Herschmann (Deutsche Meisterin im Dreisprung und dritte bei den Olympischen Spielen 2002 im Bobsport) mussten insgesamt 30 Meter absolviert werden – die nötige Tartanbahn hatten die Organisatoren des VfL Bückeburg vorbereitet. Probleme bereiteten vor allem die schlechten Witterungsbedingungen.
„Man muss sich gut aufwärmen“, meinte eine junge Teilnehmerin. Doch trotz Nieselregen und Kühle wurden die Zeiten erstaunlich gut. „Wir haben sehr gute Zeiten“, freute sich Winfried Dreger , erster Vorsitzender der „Deutschen Talentförderung“. Besonders gut gefiel ihm der Lauf von Merle Homeier aus Bückeburg. Die sei eine ganz heiße Favoritin auf den Sieg in Berlin.
Da hatte die 12-Jährige gerade eine sagenhafte Zeit gelaufen. 3,69 Sekunden zeigte die Anzeigetafel nach ihrem Lauf – „kaum zu gauben“, meinte Jörg Becker, der die junge Lokalmatadorin mit einem kräftigen „Los zieh“ angefeuert hatte. „Sie ist ein unglaubliches Talent.“ Merle, die bei allen Läufen ihres Jahrgangs in diesem Jahr die schnellste war, zeigte sich ebenfalls zufrieden. „Es hat mir hier viel Spaß gemacht“, sagte sie, „ich freue mich schon sehr auf das Finale.“
Bückeburger Ausnahmetalent
Aufgeregt sei sie zwar schon: „Das ist aber normal.“ Vielleicht kann sie sich ja einige Tipps von Nachwuchshoffnung Vero Merseburger holen. Die junge Bückeburgerin, die den Supersprint-Wettbewerb mit einem Testlauf eröffnete, hat auch den Endlauf schon mitgemacht. Inzwischen tritt das Bückeburger Ausnahmetalent bei großen Meisterschaften an und lernt an einem Sportinternat. „Ich trainiere zweimal am Tag mehrere Stunden. Es macht mir Spaß, Leistung zu bringen“, betont sie.
Gut im Training stehen aber nicht nur die jungen Teilnehmer des „Supersprinter-Wettbewerbs“. Auch Bürgermeister Reiner Brombach, VfL-Präsident Martin Brandt und Thomas Dehne hatten in dieser Woche ganz offensichtlich geübt. Für seine tolle Zeit beim Prominentenlauf erhielt das Stadtoberhaupt sogar ein Sonderlob: „Wir haben heute Viele gesehen, die diese Zeit nicht hatten und die waren deutlich jünger“, meinte Moderator Dreger verwundert.
Den Sieg konnte Brombach allerdings nicht davon tragen, er wurde nur Dritter. Brombachs Verzögerungstaktik – Dreger sah in der Verspätung des Stadtoberen sogar ein „Nervenspiel“ – blieb also ohne offensichtliche Wirkung. Zum Abschluss gab es auf der Bühne des Familientages Urkunden für alle Teilnehmer. Am Rande sie vermerkt, dass insgesamt fünf Mädchen und fünf Jungen die Qualifikation für die Endläufe im September in Königs Wusterhausen beziehungsweise Berlin (ISTAF im Berliner Olympia-Stadion) erreicht haben.
Aus Schaumburger Sicht sind das Merle Homeier und Jan Henrik Grontzki vom VfL Bückeburg sowie Ines Planert, TSV Hagenburg und Horben Hast von der TWG Nienstädt-Sülbeck.
Nicht zu vergessen: Bei der für Bückeburger Schulen zusätzlich ausgeschriebenen Schulwertung ging der erste Platz bei den Mädchen und Jungen jeweils an das Gymnasium Adolfinum.