Fußball (uk/jö/hga). Der VfR Evesen sorgte für die Überraschung in der 1. Runde des Krombacher-Cups. Der Transfer von Ylli Syla war eine gute Investition, der Stürmer erzielte beim 2:1-Erfolg beide Tore.
VfR Evesen – FC Stadthagen 2:1. Der VfR Evesen spielte eine starke 1. Halbzeit, war laufstark, setzte den Favoriten unter Druck. Die erste gute Möglichkeit hatte Ylli Syla, der nach Pass von Tobias Feldmann allein vor Ciro Miotti auftauchte – aber am Torhüter scheiterte (10). Die starken Neuzugänge Philipp Gräber und Kamal Walat spielten sich durch, Gräber legte zurück auf Syla – 1:0 (18.) Wenig später die Antwort des FC: Giuliano Maione setzte einen Kopfball an die Latte. Danach spielte nur noch der VfR. Beim Landesligisten fehlte es an Laufbereitschaft, es ging nicht viel zusammen. Das 2:0 besorgte wiederum Syla, der eine Flanke von Feldmann aus fünf Metern per Kopf verwandelte (33.).
Nach dem Wechsel kam der FC stärker auf, ohne sich Chancen zu erspielen. Der VfR hatte sich vor der Pause wohl zu viel zugemutet, wartete auf Konter. Die beste Möglichkeit hatte wieder Syla der nach einem Fehlpass von Miotti von der Mittelinie das leere FC-Tor verfehlte (68.). Im Spiel waren jetzt viele Emotionen, es gab mehr „Rudelbildungen“ als Torchancen. Spätestens nach dem Anschlusstreffer durch Marcel Baluschek (72.), Keeper Artur Schneider ließ einen Schuss von Timo Kuhnert abprallen, liefen beide Teams heiß. Der umsichtige Schiedsrichter Ralf Krömer brachte das Spiel aber gut über die Bühne.
VfR Evesen: Schneider, Werle, Engwer, Gräber, Adsiz, Feldmann (87. Claes), Syla, Humke, Gutsch, Paasch, Walat (62. Menze).
FC Stadthagen: Miotti, Hoppe (82. Georgiev), Kuhnert, Cakir, Kilinc, Baluschek, Schkurin, Yesil, Maione, Cuha (70. Tas), Krebs (70. Tekin).
TuS Lüdersfeld – TSV Eintracht Exten 3:4. „Wenn man nach dem 1:4 das Spiel gegen einen Bezirksligisten so spannend macht, kann man zufrieden sein“, resümierte TuS-Coach Lars Deppe. „Wir sind froh, eine Runde weiter zu sein“, meinte Extens Coach Günter Buchholz, der viele individuelle Fehler seiner Mannschaft konstatierte. „Respekt vor den Lüdersfeldern, die sich nicht aufgegeben haben“, sagte Buchholz.
In Hälfte eins fehlte dem TuS die nötige Cleverness. Gefühlte 97 Prozent aller Angriffe endeten in der Abseitsfalle. Björn Schnur (25.) und Marcel Buchholz (42.) trafen zur 2:0-Pausenführung. Dustin Philipp Schönen erzielte fünf Minuten nach Wiederanpfiff das 1:2, Volkmar Vöge (57.) sowie Sebastian Schmidt (64.) trafen zur vermeintlichen 4:1-Vorentscheidung. Sascha Marten (TSV) sah die Gelb-Rote Karte (59.). Der TuS steckte nicht auf, Schönen (72.) und Marselle Stehr (75.) verkürzten auf 3:4.
TuS Lüdersfeld: Pietzonka, Gross, Krause (75. Kiel), Haroska, Fahlbusch, Köpper, Metzner (80. Gumprecht), Stangneth, Hartmann, Stehr (75. Tatli), Schönen.
TSV Eintracht Exten: Schmidt, Henze, Mehic, Braunert, Melcher, Fahl, Schnur (38. Anke), Buchholz, Schmidt (87. Wolter.), Vöge, Marten.
SV Nienstädt 09 – SV Obernkirchen 1:0. Gewonnen, eine Runde weiter – aber Nienstädt tat sich schwer gegen den SV Obernkirchen. Der Aufsteiger leistete hartnäckigen Widerstand, spielte taktisch äußerst diszipliniert, hätte mit seinen guten Möglichkeiten sogar für eine Pokalüberraschung sorgen können. Viel zu kompliziert dagegen mal wieder das Spiel des SV Nienstädt. „Bei uns kommt der finale Pass noch nicht“, ärgerte sich Spielertrainer Torben Brandt. SVO-Coach Marco Gregor hatte seine Mannschaft gut auf den Favoriten ausgerichtet. Vorne war allein Oguzhan Gök, der Rest orientierte sich nach hinten. Nienstädt kam nicht zurecht, fand nicht zu seinem Spiel, hatte außer dem Lattentreffer von Philipp Böhning während der Anfangsphase bis zur Pause keine großen Tormöglichkeiten. Obernkirchen war mit seinen seltenen Vorstößen schon fast gefährlicher, kam bis zur Halbzeit auf zwei gute Möglichkeiten. Der SV Nienstädt 09 kam aber gut aus der Kabine, machte Druck. Ein schöner Angriff brachte in der 55. Minute das 1:0. Phillipp Böhning schloss aus zwölf Metern ab. Obernkirchen weiterhin nicht ungefährlich: Christoph Keich hätte für die Gäste ausgleichen können, scheiterte aber am überragenden Torwart Björn Schütte. Neuling Obernkirchen hinterließ einen insgesamt guten und stabilen Eindruck, obwohl Torjäger Sandro Kampf fehlte. „Wir können froh sein, heute mit 1:0 gewonnen zu haben“, meinte Brandt.
SVN: Schütte, Schünemann, Christou, Carganico (66. Brandt), Holz, Grohs, Benecke, Kiritharan (46. Renke Mücke), Gutzeit, Hoffmeyer, Böhning.
SVO: Mittelgöker, Kuris, Thomas, Reygers, Gök (46. Sabatino), Hagen, Klose (76. Watermann), Wist, Keich, Obst.
SC Rinteln – TuS Niedernwöhren 5:1. Dass hier zwei Bezirksligisten gegeneinander spielen, hätte ein uninformierter Zuschauer kaum geglaubt. Der SC Rinteln war gegen Aufsteiger TuS Niedernwöhren derart überlegen, dass er acht oder neun Tore hätte schießen müssen. Er beließ es aber bei einem 5:1-Sieg, der in der 2. Halbzeit zustande kam, als Niedernwöhren in erschreckender Weise abbaute und fußballerisch allenfalls schlechtes Kreisliganiveau erreichte. Vor der Pause hatte das noch ganz anders ausgesehen. Der SC Rinteln hatte Mühe, obwohl er schon in der 5. Minute durch Kastriot Hasani nach Zuspiel von Mario Erxleben mit 1:0 in Führung gegangen war. Danach erkämpfte sich aber der TuS Niedernwöhren immer mehr Spielanteile, glich in der 42. Minute sogar aus. Daniel Engwer spazierte am Rintelner Strafraum entlang, zog einfach mal ab und erwischte Schlussmann Felix Lutteroth auf dem falschen Fuß - ein Torwartfehler. Nach der Pause waren plötzlich zwei neue Mannschaften auf dem Feld. Der SC Rinteln stürmisch, leichtfüßig, mit schönen Spielzügen. Der ersatzgeschwächte TuS Niedernwöhren total gehemmt, absolut harmlos, unbeweglich. Rinteln sorgte zügig für die Entscheidung: 2:1 durch einen schulmäßigen Kopfball von Martin Kurka (58.), 3:1 durch den platzierten und überlegten Schuss von Kastriot Hasani (60.), 4:1 durch einen Foulelfmeter von Sebastian Wittek (66.) und 5:1 durch den eingewechselten Alexander Rogowski (82.). Die Platzherren standen mehrfach allein vor Torwart Frederik Hansel. SCR: Lutteroth, Walter, Martin Appel, Hasani (72. Rogowski), Matthias Appel, Kramer (72. Kraschewski), Erxleben, Schulz (72. Akkus), Berkut, Wittek, Kurka.
TuS: Hansel, Büngel, Fischer, Hochmuth, Rüffer, Barrabas, Kerkmann, Engwer (67. Herber), Calvo, Führing, Popadic.
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