Freizeit

„Shortcuts“ – ein berauschendes Ballett

Hameln. Sie sind erneut zu Gast im Hamelner Theater, die Tänzer des Ballett Hagen. Eine Chance für alle Fans, einmal mehr neue spannende und überraschende Facetten dieses Ensembles kennenzulernen! Denn Ballettchef Ricardo Fernando ist es gelungen, mit dem Niederländer Nils Christe einen der bedeutendsten zeitgenössischen Choreographen für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Die „Shortcuts“ gibt es zu sehen am Samstag, 7. Januar 2012, ab 20 Uhr im Großen Haus.

Bereits eine Stunde vorher wird im Foyer des Theaters eine Stückeinführung gegeben für all jene, die sich mit den Inhalten noch näher befassen wollen. Eintrittskarten für „Shortcuts“, dem Ballettabend von Nils Christe und Ricardo Fernando, gibt es im Vorverkauf (siehe Hinweis „Ticket-Service“ im Veranstaltungskalender).

Nils Christe, 1949 in Rotterdam geboren, begann seine Tanzausbildung im Alter von sechs Jahren an der Rotterdam Dance Academy. Er studierte außerdem Gitarre und Flöte, bevor er im Alter von 17 Jahren vom Nederlands Dans Theater (NDT) engagiert wurde. In 15 Jahren trat er in über 80 Balletten auf. 1974 entstand seine erste Choreographie für das NDT, 1982, dem Jahr seines Ausscheidens aus der Kompanie, das letzte der 12 Ballette für das Ensemble. Als freier Choreograph arbeitete Nils Christe mit namhaften Ballettformationen in Europa und Amerika. Er schuf Choreographien zu Musiken so unterschiedlicher Komponisten wie Strawinsky Poulenc, Schostakowitsch, Britten, Martin, Bartók, Satie und Liszt.

Ricardo Fernando stammt aus Brasilien und ist seit 2004 Ballettdirektor des Ballett Hagen. Geboren 1960 in der Stadt Goiãnia im Staat Goias, wuchs er auf in der Hauptstadt Brasilia. Im Alter von 21 Jahren begann er ein Tanzstudium in seiner Heimatstadt. Nach der Ausbildung folgte ein Engagement als Solotänzer im Ballett des TV-Senders „Machete“ in Rio und anschließend als Solotänzer und Assistent des Ballettdirektors an der Oper von Rio. 1988 kam er über Stationen in Österreich und Holland als Solist und Assistent des Ballettdirektors an das Theater St. Gallen. In gleicher Position wechselte er 1992 an das Opernhaus Zürich. Nächste Station war das Stadttheater Bremerhaven, wo er als Ballettdirektor und Regisseur tätig war. In dieser künstlerischen Doppelfunktion wirkte Fernando dann an den Theatern von Chemnitz, Pforzheim und Regensburg. Er hat alle bedeutenden Ballett-Werke des Repertoires choreographiert wie zum Beispiel „Coppelia“, „Cinderella“, und „Nussknacker“.

Artikel vom 22.12.2011 - 10.30 Uhr
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