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Nur die Schwerpunktwehr musste häufiger ausrückenOrtsbrandmeister Lars Hildebrandt (l.) und sein Stellvertreter Karl-Heinz Rinne (r.) mit den Beförderten: Jan Eric Wolf (v.l.), Fred und Katharina Rinne. Foto: who
Steinbergen (who). Mit 69 Alarmierungen hatte die Ortsfeuerwehr Steinbergen im vergangenen Jahr die meisten Einsätze nach der Schwerpunktfeuerwehr Rinteln. Stadtbrandmeister Friedel Garbe unterstrich mit dieser Aussage bei der Hauptversammlung eindeutig den Stellenwert der Steinberger Feuerwehr für den Brandschutz im Stadtgebiet.
Allein neunmal wurden die 43 Aktiven zu Brandeinsätzen gerufen. Und 50-mal hatten sie technische Hilfeleistungen erbracht, davon ein Großteil im Zusammenhang mit dem Weserhochwasser sowie im Gefolge des großen Unwetters vom 29. Juni. Ärgerlich, wie sich erst bei Eintreffen am vermeintlichen Einsatzort herausstellte, seien die zehn Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen gewesen, so Ortsbrandmeister Lars Hildebrandt. Davon seien allein acht auf das Konto der Brandmeldeanlage im Pflegeheim Marienhof gegangen.
Wo viele Einsätze gefahren werden, da werden auch Fahrzeuge beansprucht und Ersatzbeschaffungen nötig – umso mehr, wenn sie so viele Kilometer auf dem Tacho beziehungsweise Jahre auf dem Buckel haben wie das Steinberger LF 8. Der 27-jährige Oldtimer soll in diesem Jahr gegen ein größeres Fahrzeug der Kategorie LF 10 ausgetauscht werden. Im günstigsten Falle schon im dritten Quartal, so der Stadtbrandmeister. Mit dem Katastrophenschutzfahrzeug des Bundes, das bei der Steinberger Feuerwehr stationiert ist, hat die Wehr allerdings eine Art Joker im Ausrüstungs-Arsenal. Es steht ebenfalls für eine Ersatzbeschaffung zur Disposition, sodass die Wehr über kurz oder lang bei Bedarf auf ein topaktuelles Löschgruppenfahrzeug zurückgreifen können wird. Obwohl die gesetzliche Verpflichtung zur Bereitstellung von Einsatzkräften für den Katastrophenschutz aufgehoben sei, „machen bei uns alle 16 Leute auch ohne Verpflichtung weiter“, berichtete Hildebrandt nicht ohne Stolz.
Mit 17 Atemschutzgeräte-Trägern ist die Steinberger Feuerwehr auch auf diesem Spezialgebiet gut aufgestellt und sie verfügt mit 14 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr sowie 20 Jungen und Mädchen in der Kinderfeuerwehr über eine gute Nachwuchs-Grundlage für die Aktivengruppe. Das wiederum ist Ausgangsbasis dafür, auch in Zukunft den Dienstbetrieb sichern zu können, der im Jahr 2011 mit 5312 Stunden zu Buche geschlagen ist.
Engagement hat bei der Feuerwehr Beförderungen zur Folge. Deshalb rückten zur Hauptversammlung jeweils eins rauf: Katharina Rinne zur Hauptfeuerwehrfrau, Jan Eric Wolf zum Hauptfeuerwehrmann sowie Fred und Bernd Rinne in den Rang eines 1. Hauptfeuerwehrmannes. Und für Dirk Seelking heißt der neue Dienstgrad „Löschmeister“. Bei den Wahlen wurden unter anderem Heinz Marchlewski und Manuela Rinne als Jugendfeuerwehrwarte bestätigt sowie Bernd Rinne und Dirk Olthoff als Kassierer-Gespann.