Bückeburg
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Tierschützer raten zu Vorsicht

Bückeburg (jp). Erst kürzlich berichtete unsere Zeitung über eine Altkleidersammlung im Bückeburger Stadtgebiet und über die Befürchtungen von Tierschützern und Haustierbesitzern, im Zuge solcher Sammlungen könnten Tierfänger auf Katzendiebstahl gehen. Seit vergangenem Wochenende sind wieder die für diese Sammlungen charakteristischen Plastikwäschekörbe nicht nur in einigen Bückeburger Straßen aufgetaucht, sondern auch in Rinteln.

Wieder erscheinen die Wäschekörbe nicht im gesamten Stadtgebiet, sondern nur in einigen sehr ruhigen, wenig befahrenen Nebenstraßen. Es sind ziemlich genau die gleichen Nebenstraßen wie bei der jüngsten Sammlung. Nichts hingegen zu sehen von auch nur einem einzigen blauen Wäschekorb in größeren Durchgangs- oder Ausfallstraßen. Wieder liegt den Wäschekörben ein Info-Zettel bei, der nur sehr vage darüber informiert, was mit den einzusammelnden Kleidungsstücken geschehen soll. Als verantwortliche Firma wird diesmal ein Unternehmen namens SAS Sammelbüro aus Bad Münder genannt. Wieder fehlt eine vollständige Firmenadresse. Es wird nur auf eine weitere Firma namens Bartnik verwiesen, ebenfalls ohne jegliche Adressangabe, sowie eine Service-Telefonnummer genannt.

Diesmal meldet sich unter der auf den Zetteln angegebenen Nummer keine Mobilbox, sondern tatsächlich ein lebender Mensch. Diese männliche Person, in deren Hintergrund während des Telefonats laute Musik zu vernehmen ist, möchte zwar ihren Namen nicht nennen, bestätigt aber, für die Bad Münderaner Firma SAS zum Telefon gegriffen zu haben. Auf die Frage, warum es zwei Sammlungen in so kurzem Abstand durchgeführt werden, antwortet der Mann: „Das war eine andere Firma.“ Nächste Frage: Warum werden die Wäschekörbe nur in ruhigen Nebenstraßen verteilt und noch dazu in exakt den gleichen wie vor zwei Wochen? Auch dazu kann oder möchte der Mann am anderen Ende der Leitung sich nicht äußern. „Ich bin nur für das Telefon da.“ Wer könnte das denn dann beantworten? Auch diese Frage bleibt er schuldig.

Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln, Monika Hachmeister, bleibt daher dabei, grundsätzlich zur Vorsicht zu raten, wenn irgendwo Wäschekörbe auftauchen: „Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig aufmerksam sein.“ Im Zweifelsfalle sei es immer sicherer, seine Tiere im Haus zu behalten, bis die Wäschekörbe wieder verschwunden seien.

Wäschekörbe wie dieser sind seit letztem Wochenende in Bückeburg aufgetaucht. Foto: jp

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