Bückeburg
Reichlich Bewegung in der GeschäftsweltFachgeschäft für Senioren: Eröffnet in Kürze in der Braustraße.
Tedi-Markt: Verlässt im Mai die Innenstadt.
Café Lenz: Geschlossen, Nachfolger gesucht. Fotos: rc
Esther: Am 1. April eröffnet Nachfolgerin Bettina Verspohl.
Bückeburg (rc). In der Bückeburger Geschäftswelt und Gastronomie gibt es derzeit einen regen Wechsel. Einige Geschäfte und Restaurants schließen oder haben bereits geschlossen, andere Geschäfte werden neu eröffnet oder übernommen. „Im Moment kommen ein paar Dinge zusammen“, wertete der Vorsitzende der Bückeburger Kaufmannschaft „Handel aktiv“, Joachim Scheffler, das Kommen und Gehen. „Eine normale Fluktuation, die zum Teil private und keine wirtschaftlichen Gründe hat.“ Und: „Bisher haben wir noch eine gute Stimmung in der Kaufmannschaft.“
Über die Nachvermietung der auf den Markt kommenden Geschäfte machte sich der hauptberufliche Immobilienmakler nicht so große Sorgen: „Die Hauptlage geht immer.“ Allerdings würden die Anforderungen potenzieller Mieter immer spezieller. Er habe einige Interessenten, denen er bisher kein passendes Ladengeschäft vermieten konnte. Auf der anderen Seite gebe es die Filialisten, die durchaus Interesse am Standort Bückeburg und speziell der Innenstadt hätten. Für diese seien die zur Verfügung stehenden Immobilien zu klein. Andere Filialisten würden von vorneherein abwinken, weil ihnen Bückeburg mit seinen 20 000 Einwohnern zu klein ist und zu wenig Kaufkraft hat.
Als Beispiel führte Scheffler den Tedi-Markt neben der Stadtkirche an, der im Mai den Standort Innenstadt aufgibt und dann nur noch in der Kreuzbreite vertreten sein wird. Hier versuche er seit Monaten, einen Nachmieter zu finden.
Filialisten hätten abgewunken, da ihnen bei zur Verfügung stehenden 257 Quadratmeter Verkaufsfläche etwa 100 Quadratmeter fehlen. Einzelhändler hätten ebenso abgewunken, weil ihnen das Geschäft 100 Quadratmeter zu groß ist. Scheffler: „Grundsätzlich schwierig, wenn Konzepte nicht passen.“
Insgesamt gibt es in der Innenstadt knapp ein Dutzend Veränderungen im Einzelhandel und in der Gastronomie:
Das Café Lenz an der unteren Langen Straße hat seit einigen Tagen geschlossen. „Aus wirtschaftlichen Gründen“, wie Inhaberin Kathrin Klocke auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Und betonte: „Wir sind nicht insolvent.“ Seit dem Weihnachtszauber seien die Geschäfte so schlecht gelaufen, dass sie sich kurzfristig zu diesem Schritt entschieden hätten. „Umsatztechnisch nicht mehr tragbar.“ Derzeit sind die Inhaber gemeinsam mit dem Verpächter auf Nachfolgesuche. Es gebe einige Interessenten, so Kathrin Klocke. „Das Café ist gut in Schuss und kann in zwei, drei Tagen wiedereröffnet werden.“
Schon geschlossen ist das Dekorationsgeschäft „Amore Mio“ gegenüber der Stadtkirche. Hier wird am 1. April ein neues Geschäft eröffnet.
Der Räumungsverkauf im Schuhgeschäft „Esther“ an der oberen Langen Straße läuft seit Ende 2011. Inhaberin Esther Kröncke gibt nach sieben Jahren aus persönlichen Gründen auf. Eine Nachfolgelösung gibt es aber bereits. Bettina Verspohl, die bisher in dem Geschäft Blusen und Jacken namhafter italienischer Hersteller verkauft, übernimmt das Geschäft zum 1. April und wird es so wie gewohnt weiterführen. „Den Namen werde ich beibehalten“, sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung: „Und auch das Angebot – Schuhe und Blusen – bleibt.“ Auch die Mitarbeiterin Petra Zoberbier wird übernommen.
Ein weiterer Räumungsverkauf läuft derzeit direkt gegenüber von „Esther“. Hier hört das Geschäft „Betten + Wäsche“ auf. Ein Nachmieter wird derzeit noch gesucht.
An der Ecke von Sabléplatz und Braustraße schließt das Umstandsmodengeschäft „Sweet Mum“ (siehe auch Bericht unten). Nachmieter wird Joachim Scheffler sein, der mit seiner „Immobiliengalerie“ von der Bergdorfer Straße in die Innenstadt zieht.
In der Braustraße wird in Kürze neben dem Dönergrill ein Fachgeschäft für Senioren eröffnen.
Am Dr.-Witte-Platz wird in Kürze in dem seit langer Zeit leer stehenden Imbiss ein China-Imbiss eröffnet.
Seit Anfang des Jahres ist das China-Restaurant an der Ecke von Obertorstraße und Unterwallweg geschlossen. Was dort passiert, ist derzeit noch offen.
Ebenfalls geschlossen ist der Club „K 2“ im Obergeschoss der Immobilie. Was dort passiert ist offen. Die Neueröffnung einer Discothek dürfte allerdings schwierig werden, da sich Nachbarn über Lärm beschwert haben und ein Neupächter erhebliche Auflagen erfüllen müsste. Zwischenzeitlich sollen sich Mitglieder eines hannoveraner Motorclubs für die Anmietung interessiert haben, so Informationen unserer Zeitung.
Kurz vor der Eröffnung steht ein China-Restaurant in der ehemaligen „Alten Kate“ an der Ecke von Obertor- und Scheier Straße. In einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ war der vorherige Pächter Ende 2011 verschwunden. Inzwischen ist ein Nachpächter gefunden.