Auetal

Priemer: Rolfshagen muss zur Ruhe kommen

Rolfshagen (la). Er hat schon Tradition, der Neujahrsempfang, zu dem Rolfshagens Ortsvorsteher Rüdiger Teich jedes Jahr Vereinsvertreter, Ehrenamtliche und besonders verdiente Einwohner ins Gemeindehaus einlädt.

Rückblick und Vorausschau stehen dabei selbstverständlich im Mittelpunkt, und da sich in Rolfshagen 2011 eine Menge getan hat, fiel der Rückblick des Ortsvorstehers auch sehr umfangreich aus. Teich nannte die Umgestaltung des Dorfplatzes, die Sanierung der Auebrücke an der Kreisstraße 75, die Fertigstellung des Ausbaus der Obernkirchener Straße, den Verbindungsweg zwischen Buchholz und Rolfshagen, der zum Radweg ausgebaut wurde, den Austausch aller Buswartehäuschen im Bereich der Rolfshagener Straße und die Friedhofsumgestaltung.

„Es ist viel gemacht worden in Rolfshagen“, so Teich. Ganzheitlich betrachtet sei aber auch von den Vereinen, Verbänden, Institutionen und der Kirchengemeinde Großes geleistet worden. Teich blickte auf Veranstaltungen wie die 100-Jahr-Feier der TuSG und der Turmuhr sowie den Weihnachtsmarkt zurück, aber auch auf den Hochwassereinsatz der Feuerwehr und der DLRG am 29. Juni.

„Meine Wahrnehmung ist, mit diesem sehr gut ausgebauten und vielseitig aktiven Vereinsleben ist unser Ort hervorragend aufgestellt und bestens unterwegs“, stellte Teich fest.

Auch für 2012 habe man sich in Rolfshagen einiges vorgenommen. So müsse der Arbeitskreis Dorferneuerung die Feinplanung weiter voran treiben und Ideen und Visionen zum Wohle Rolfshagens kreieren und als Team mit der örtlichen Dorfgemeinschaft und der Gemeindeverwaltung umsetzen. Der Hochwasserschutz müsse verbessert, die Planungen realisiert und der geplante Löschwasserbehälter „Im Winkel“ gebaut werden.

„In Sachen Dorferneuerung appelliere ich an alle Hausbesitzer, sich mit privaten Maßnahmen zu beteiligen. Hier berät das Planungsbüro Reinold in Rinteln kostenlos und jeder kann von den Fördergeldern profitieren. Diese Chance sollte unbedingt genutzt werden“, so Teich.

Der Ortsvorsteher versprach, weiterhin unbürokratisch das Bindeglied zwischen den Einwohnern und der Verwaltung zu sein, Ehejubiläen und runde Geburtstage zu besuchen und die Vereine und Verbände nach Kräften zu unterstützen.

Bürgermeister Thomas Priemer lobte Rolfshagen als funktionierenden, positiv positionierten Ort mit regem Vereinsleben. Er ging auf die DSL-Versorgung ein, die nicht überall den Wünschen der Einwohner entspreche, auf die die Gemeinde aber keinen Einfluss habe, weil der Ausbau des Netzes in den Händen der Deutschen Telekom liege.

Priemer lobte das Engagement des Arbeitskreises Dorferneuerung, wies aber auf die derzeit angespannte finanzielle Lage der Gemeinde hin. „Allerdings ist unsere Gemeinschaft kreditwürdig und ich bin sicher, dass das Geld in Rolfshagen gut angelegt ist“, so Priemer.

Außerdem warb der Bürgermeister für einen neuen Pächter des Freibadkiosks. „Wir brauchen diesen Kiosk für unser Bad, also gehen Sie alle in sich und überlegen, wer dieses Saisongeschäft übernehmen könnte“, forderte Priemer.

Nach mehreren Jahren Kreisstraßenausbau mit Umleitungen und Behinderungen hätte Rolfshagen jetzt aber etwas Ruhe verdient. „2013 wird die Straße zwischen Rolfshagen und Borstel ausgebaut und bekommt einen Radweg. 2012 muss der Ort also nutzen, um zur Ruhe zu kommen“, so Priemer. Lediglich der Hochwasserschutz müsse in diesem Jahr realisiert werden.

Horst Mühlmeister überreichte schließlich noch zwei neue Holzschilder für den „Platz der Dorfgemeinschaft“, bevor die Gäste den Imbiss genossen, für den die Damen des DRK gesorgt hatten.

Artikel vom 10.01.2012 - 00.00 Uhr
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