Landkreis
Öl, Gas – oder doch lieber Pellets?Wer mit Pellets heizt, braucht Platz…
Landkreis (bz). Es ist nicht mehr zu umgehen: Wer es warm haben möchte in seinen vier Wänden, muss heizen. Aber wie wird es am günstigsten warm im Haus? Welche Vor- oder Nachteile haben die einzelnen Heizsysteme? Was kosten sie? Hier einige Beispiele:
Gasheizung: Für eine gasbeheizte Wohnung muss ein Durchschnitts-Vier-Personen-Haushalt für eine etwa 100 qm große Wohnung derzeit grob 1800 Euro pro Jahr einrechnen. Bei den Stadtwerken Rinteln kostet eine Kilowattstunde derzeit 4,5 Eurocent netto plus 19 Prozent Mehrwertsteuer. Zu den Gaskunden gehören in etwa ein Drittel der Stadtwerke-Kunden. Gasheizungen haben den Vorteil, dass sie wenig Platz benötigen, sie haben gute Umweltwerte und gemessen an anderen Heizungsarten geringe Anschaffungskosten. Der Gaspreis orientiert sich am Öl, so dass mit weiteren Preissteigerungen dieses Brennstoffes gerechnet werden muss.
Stromheizung: Ein relativ geringer Teil der Kunden hat Nachtspeicheröfen, die mit einem besonderen Stromtarif berechnet werden. Im Nachttarif kostet eine Kilowattstunde derzeit 14,08 Euro einschließlich Mehrwertsteuer, wobei man die Leistung von 1 kWh Gas nicht mit 1 kWh Strom vergleichen kann. Für den normalen Vier-Personen-Haushalt muss man bei 75 Quadratmetern etwa 1200 Euro pro Jahr an Heizkosten einrechnen.
Ölheizung: Der Ölpreis ist „das Maß aller Dinge“, denn er ist börsenabhängig und vor allem der Gas-, aber auch der Strompreis orientiert sich am Ölpreis. Ganz grob geschätzt benötigt unser Vergleichshaushalt von vier Personen in einer Durchschnittswohnung etwa zweieinhalbtausend Liter. Der Preis liegt derzeit bei 48 Eurocent pro Liter plus 19 Prozent Mehrwertsteuer, das sind 1200 Euro. Dank Brennwerttechnik gibt es auch bei Öl eine hohe Energieausbeute, auch hier muss aber mit weiter steigenden Preisen für den Brennstoff gerechnet werden. Weiterer Nachteil ist die Vorfinanzierung und ein hoher Platzbedarf.
Holzpellets: Die kleinen Holzabfall-Pellets sind auf dem Vormarsch. Zwar gibt es nur wenige Verbraucher, die eine noch funktionierende Heizanlage entsorgen, um sich eine Pellet-Heizung einbauen zu lassen, aber bei Sanierungsmaßnahmen oder Neubau werden immer häufiger Pellet-Heizungsanlagen eingebaut. Zwei Kilogramm Pellets entsprechen etwa einem Liter Heizöl, so benötigt eine Pellet-Anlage für einen normalen Vier-Personen-Haushalt in etwa grob fünf Tonnen Pellets. Eine Tonne Pellets kostet bei dem Verbrauch etwa 210 Euro plus - nur - 7 Prozent Mehrwertsteuer, das entspricht etwa 1050 Euro. Holzpellets aus heimischen Wäldern sind unabhängig vom Öl- und Gasmarkt, allerdings ist der Betreuungsaufwand größer als bei einer Ölheizung. Sie ist CO2-neutral und liegt damit umwelttechnisch deutlich vor Gas oder Öl. Nachteil auch hier die Vorfinanzierung und der Platzbedarf. Wer mit Holz heizt, muss vor allem auf gut getrocknetes Holz achten, um optimale Werte zu erzielen. Die Restfeuchte muss unter 23 Prozent liegen.
Natürlich sind alle Zahlen nur sehr grob geschätzt, denn viele Dinge können das Heizverhalten und den Energieverbrauch beeinflussen. Ist es ein neues oder älteres Haus? Gibt es eine gute oder weniger gute Wärmedämmung? Wird regelmäßig gelüftet? Viele Faktoren können zu einem höheren Energieverbrauch führen, deshalb kann ein solcher Vergleich nur sehr grob ausgeführt werden.
Wer plant, eine neue Heizungsanlage einzubauen, sollte sich vorab ganzheitlich und produktneutral beraten lassen, unter anderem kann man sich an seinen Schornsteinfegermeister wenden. Auch für Wärmedämmung, Umweltschutz, Sanierungen und Sicherheit ist der Schornsteinfeger ein kompetenter und neutraler Ansprechpartner.