Landkreis
Kreis bewirtschaftet Sporthallen wieder selbstMario Erdmann, Hallen-Manager der Kreissporthalle an der Stadthäger Schachtstraße, rechnet künftig mit der Kreisverwaltung ab. Foto: rg
Landkreis (ssr). Der Landkreis Schaumburg übernimmt die laufende Verwaltung seiner insgesamt rund 20 Kreissporthallen ab sofort wieder selbst. Bislang hatte er die Aufgabe der Bewirtschaftung den entsprechenden Städten und Samtgemeinden überlassen und diesen dafür die Kosten erstattet.
Auslöser dieser Veränderung ist die sogenannte „Doppik“, die neu eingeführte kaufmännische Haushaltsführung von Landkreisen und Kommunen. Wie Ralf Mahnert vom Schulamt der Kreisverwaltung erläuterte, müssten demnach Ausstattungsgegenstände für Sporthallen wie etwa ein Barren oder ein Duschkopf erst bei der Kommune inventarisiert und anschließend auf den Landkreis übertragen werden.
„Diese durch die ,Doppik‘ erzwungene Umständlichkeit wollen wir vermeiden und machen die laufende Verwaltung lieber gleich in vollem Umfange selber“, sagte Mahnert. Das betreffe nicht nur Anschaffungen, Pflege und Reparaturen sämtlicher Einrichtungsgegenstände, sondern auch das Management der Reinigung und das Verbuchen sämtlicher Rechnungsvorgänge, etwa für Strom und Heizung, führte der Experte des Schulamtes aus.
Wichtig: Die jeweiligen Belegungspläne werden weiterhin die kommunalen Verwaltungen vor Ort managen. „Diese haben den besseren Überblick und den direkten Draht zu den Vereinen und Schulen vor Ort, sodass auf diesem Wege eine optimale Koordination gewährleistet ist“, berichtete Mahnert.
Ergebnis der neuen Konstellation ist auch, dass die Kommunen vom Landkreis beim Thema Sporthallen nur noch die Hälfte der bisherigen Kostenerstattung überwiesen bekommen. Damit sollen die Aufwändungen für die Belegungsplanung erstattet werden.
Der Landkreis verfügt über vier Sporthallen in Stadthagen, je drei in Bückeburg und Rinteln, je zwei in Bad Nenndorf, Rodenberg, Helpsen und Lindhorst sowie eine in Obernkirchen.