Obernkirchen

Kinderwerkstatt: Geht das neue Konzept auf?

Obernkirchen (rnk). Seit Mai 2011 bieten Jana Schirmer und Manuela Zimmermann eine flexible Betreuung für Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren an, von montags bis freitags von 7 Uhr bis 18.30 Uhr ist die Großtagespflege geöffnet. Jetzt bittet die Großtagespflege „Kinderwerkstatt“ darum, den Betriebskostenzuschuss für ein weiteres Jahr zu verlängern.

8400 Euro hatte die Stadt dem privaten Träger im letzten Jahr überwiesen, angedacht war ein einmaliger Zuschuss. Und zunächst sah alles gut aus, berichten Jana Schirmer und Manuela Zimmermann im Fachausschuss. Seit der Eröffnung habe man einem langsamen, aber stetigen Zufluss an zu betreuenden Kindern, man verstehe sich dabei als ergänzendes Angebot zur Krippe in Krainhagen, als Angebot für alle Erwerbstätigen, die flexible Betreuungszeiten schätzen. Man erreiche damit die Eltern, die über eine normale Betreuungszeit hinaus einen Platz suchen oder ihr Kind nur zwei oder drei Wochentage betreuen lassen möchten.

Probleme gibt es, weil im Frühjahr drei Kinder zeitgleich die Kinderwerkstatt verlassen werden, um in den Kindergarten zu wechseln. Damit fällt die Werkstatt ab April/Mai auf eine Belegung von 31 Prozent zurück, die nur teilweise aufgefangen werden kann.

Wenn sich daran nichts ändere, dann habe man ab April eine Belegung von 34 Prozent, das seien in Einnahmen rund 3200 Euro: zu wenig, um sich damit komplett finanzieren zu können, erklärten Jana Schirmer und Manuela Zimmermann: „Um die Kinderwerkstatt ohne fremde Hilfe finanzieren zu können, bräuchten wir eine Auslastung von 55 Prozent, in Einnahmen sind das 5060 Euro“, erklärten die beiden Erzieher im Fachausschuss. Und: Sie seien überzeugt, dass sich die Kinderwerkstatt etablieren könne und auch werde. Man müsse nur dafür Sorge tragen, dass sich die Konzept und das Angebot stärker herumspreche. Bislang steht die Kinderwerkstatt täglich von 7 bis 18.30 Uhr zur Verfügung, zurzeit werden dort, zu völlig unterschiedlichen Zeiten, zehn Kinder betreut. „Wir haben“, versicherten die beiden Erzieherinnen, „sehr zufriedene Eltern“. 2012 sei das Jahr, in dem sich zeigen werde, ob das Konzept aufgehen wird, aber: „Wir haben ein sehr gutes Gefühl“.

700 Euro monatlicher Zuschuss für ein Jahr – das sei doch eine überschaubare Summe für eine „Supersache“, sagte Heinrich Struckmeier (CDU), das sei ein sehr gut eingeschlagener Weg. Auch Ausschussvorsitzende Beate Krantz (CDU) ließ Sympathie durchblicken, weitere Redebeiträge gab es nicht.

Das letzte Wort hat der Stadtrat in seiner Februar-Sitzung.

Artikel vom 01.02.2012 - 00.00 Uhr
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