Obernkirchen
Industrie setzt auf Know-how aus SchaumburgObernkirchen (rd). Mehr als 50 Unternehmer aus dem Wirtschaftsraum Weserbergland sind am vergangenen Mittwoch der Einladung der Weserbergland AG zum bereits zwölften Unternehmerfrühstück gefolgt, das dieses Mal bei der Firma Joh. Heinrich Bornemann stattfand. Auf dem Programm standen Informationen über das Traditionsunternehmen Bornemann und ein Vortrag zum Thema „Euroschwäche – Folgen und Chancen für die Wirtschaft der Region“.
Gero von der Wense, Geschäftsführer der Joh. Heinr. Bornemann GmbH, erläuterte die beeindruckende Historie des Pumpenherstellers, die 1853 mit dem Betrieb der alten Schmiede in Obernkirchen begann. Die Erfolgsgeschichte setzte sich über die Entwicklung spezieller Schraubenspindelpumpen bis hin zu komplexen Systemen für Multiphasenpumpen fort. „Ja, wir sind vorwiegend Maschinenbauer und beliefern primär die Öl- und Gasindustrie. Mittlerweile finden aber auch Produkte wie Nutella und Heinz Ketchup ihren Weg über unsere Pumpen in die Verpackung.“ Die Pumpentechnik werde auch für den Gebrauch in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie weiter spezifiziert, damit sie den hohen hygienischen Standards der Lebensmittelindustrie entsprechen. Die Wirtschaftskrise habe gerade im Exportgeschäft eine sichtbare Delle hinterlassen, erklärte von der Wense. Die Auftragsbücher ließen aktuell verhalten optimistisch in die Zukunft blicken, so der Geschäftsführer, der auch auf die Kontakte zu BP einging. Bornemann habe Unterstützung durch den Einsatz einer Unterwasser-Absauganlage am Havarie-Bohrloch im Golf von Mexiko angeboten. Zum Glück sei das Bohrloch zwischenzeitlich abgedichtet. Weitere Gespräche mit BP seien geplant.
Rolf Watermann, Direktor der Sparkasse Schaumburg, ging in seinem Vortrag „Euroschwäche: Folgen und Chancen für die Wirtschaft der Region“ auf die Hintergründe der Finanzkrise und ihrer Auswirkungen auf die nationale und globale Wirtschaftslage ein. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Kursentwicklung und auch im Langzeitvergleich kann man von einer Euroschwäche kaum sprechen“, so sein Fazit.