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Horrorunfall: Frau verliert Arm in voller FahrtSpringe (zett). Welches Drama sich genau abspielte in diesen Minuten, blieb auch gestern noch unklar. Doch für eine 33-Jährige aus Hannover hatte es schlimme Folgen: Sie verlor bei einem Unfall am Montagabend auf der B 217 einen Arm. Mit ihrem Fiat Punto kam sie danach von der Fahrbahn ab, landete auf einem Feld. Die Bundesstraße blieb bis kurz vor 21 Uhr voll gesperrt.
Soweit die Polizei die Ereignisse zunächst rekonstruieren konnte, war die Frau gegen 18.30 Uhr auf der B 217 in Richtung Hannover unterwegs gewesen. Kurz vor der Abfahrt Völksen-Mitte fuhr die 33-Jährige auf der linken Spur und hielt offenbar aus irgendeinem Grund den Arm aus dem Fenster, erklärte ein Polizeisprecher.
Während der Kleinwagen die Mittelleitplanke touchierte, stieß die Frau demnach mit dem Arm gegen ein Kilometerschild, das zwischen den Fahrbahnen angebracht ist. Dabei, so die Polizei, sei der Körperteil wohl abgerissen. Das Auto schleuderte daraufhin nach rechts, kam von der Straße ab und fuhr einen Abhang hinunter. Erst nachdem das Fahrzeug noch einen kleinen Graben durchquert hatte, kam es mitten auf einem Feld zum Stehen.
Kurz nach dem Crash bemerkte laut Polizei ein vorbeifahrendes Ehepaar die Frau, die sich schwer verletzt aus ihrem Wagen befreit hatte und zurück zur Bundesstraße gegangen war. Die beiden 47-Jährigen leisteten Erste Hilfe; mit einem Rettungswagen wurde das Opfer dann nach Hannover in die MHH gebracht.
Vor Ort war auch die Feuerwehr Springe mit 18 Einsatzkräften. Sie hatten unter anderem die schwierige Aufgabe, den abgetrennten Arm zu suchen. Dem Vernehmen nach wurde dieser auch gefunden und soll in der MHH wieder angenäht werden. Bestätigt wurde diese Version bis Redaktionsschluss aber nicht.
Die B 217 wurde während der Rettungsarbeiten längere Zeit gesperrt. Beteiligt war auch ein Polizeihubschrauber aus Hannover, der die Unfallstelle ausleuchtete. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 2000 Euro.
Am Tag nach dem schweren Unfall blieb die Ursache weiterhin ungeklärt. Auch die Auswertung der Spuren auf der Bundesstraße habe keine zusätzlichen Erkenntnisse gebracht, so die Polizei gestern. Ein Sprecher teilte mit, man wolle die verunglückte 33-Jährige erst in den kommenden Tagen ausführlich befragen. Bis dahin hofft die Polizei auf Aussagen von Zeugen, die den Crash beobachtet haben. Hinweise werden telefonisch unter (05041) 9 42 91 50 entgegengenommen.
Feuerwehrleute suchten den Straßengraben ab. An dem Kilometerschild im Vordergrund verlor die 33-Jährige nach Erkenntnissen der Polizei ihren Arm. Im Einsatz war auch ein Polizeihubschrauber, der die Unfallstelle ausleuchtete.