Auetal

Höhere Gewalt: Landkreis zahlt Reparatur

Fachleute von Straßenbaubehörde und Baufirma sehen sich die Starkregenschäden in der „Reihe“ an und beraten die weiteren Maßnahmen. Foto: la

Rolfshagen (la). Der Starkregen vom Donnerstag hat in Rolfshagen in der neuen „Reihe“ erhebliche Schäden angerichtet (wir berichteten). Gestern waren die Fachleute von der Straßenbaubehörde in Hameln, Friedhelm Liwack von der Gemeinde Auetal, Detlef Nagel von der Straßenmeisterei Rinteln und Roger Meyer, Bereichsleiter der bauausführenden Firma OST Bau vor Ort, um sich den Schaden anzusehen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

„Das war höhere Gewalt und nicht Verschulden der Baufirma“, stellte Andreas Haskamp von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln fest. Die Kosten für die Reparatur der Straße „Reihe“ müsse daher der Landkreis Schaumburg als Auftraggeber bezahlen, denn die „Reihe“ sei eine Kreisstraße (K 65).

Allerdings könne mit der Reparatur erst begonnen werden, wenn sich das Wetter beruhigt und der Bereich wenigstens etwas abgetrocknet sei. Geplant sei dann, die Asphaltdecke auf einer Länge von etwa 150 Metern bis zur Fahrbahnmitte auszufräsen, den ausgespülten Untergrund neu zu befestigen und dann die Fahrbahndecke wieder aufzutragen. Etwa ein bis zwei Wochen soll das voraussichtlich dauern. Inzwischen ruhen die Arbeiten in der Straßenbaustelle aber nicht. „Wir pflastern den Geh-Radweg und erledigen weitere Randarbeiten“, versprach Roger Meyer von der Firma OST Bau. Die Ursache für das Absacken der Straße sahen die Fachleute in dem außergewöhnlich starken Regen. „Man kann eine Straße nicht gegen alle Unwetter sicher machen“, sagte Haskamp. Sicher sei der Schaden aber nicht entstanden, wenn die Bauarbeiten bereits endgültig abgeschlossen und die Böschungen begrünt gewesen wären.

Besonders schlimm seien die Bereiche betroffen, die zwischen den drei Zufahrten zu den Feldern liegen. „Hier sind solche Wassermassen heruntergerast, dass die Gräben sie nicht stoppen konnten“, stellte Meyer fest. Hier soll überlegt werden, ob die Zufahrten zusätzlich mit Wasserbausteinen befestigt werden.

Das wünschen sich die Anwohner für die gesamte Böschung. „Wir wissen schließlich, wie es hier bei Starkregen aussieht, und haben uns schon gedacht, dass die Straße beim ersten Unwetter unterspült wird“, sagte ein Anwohner etwas abseits vom Geschehen. Es würde aber nicht auf die Anwohner gehört, die inzwischen sogar schon schadenfroh über die kaputte Straße seien.

„Wir bauen Straßen inzwischen für die nächsten zehn bis 15 Jahre und nicht für solche Jahrhundertkatastrophen“, meinte Meyer. Diese Wassermassen, wie sie am Donnerstag vom Himmel gekommen seien, könne man nicht einkalkulieren. Außerdem würde das Oberflächenwasser in Zukunft von der begrünten Böschung gebremst.

„Für die Anwohner haben wir bereits jetzt Schlimmeres verhindern können. Durch die neue Vorflutsituation mit Querentwässerung sei das Wasser nicht über die Straße und in die Keller der Anwohner geflossen.

Artikel vom 31.08.2010 - 00.00 Uhr
drucken
Diesen Artikel versenden


   
versenden

Artikel kommentieren






Startseite | Lokales | Überregionales | Sport | Magazin | Kultur | Anzeigenmarkt | Service | Impressum
© C. Bösendahl GmbH & Co. KG
Eine starke Gruppe: Deister- und Weserzeitung | Pyrmonter Nachrichten | Dewezet Bodenwerder | Schaumburger Zeitung | Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung | Deister-Leine-Zeitung | Neue Deister-Zeitung | Wesio | Weserbergland.Com | Medien 31