Auetal
Großbauprojekte noch mit KinderkrankheitenAuetal (la). Die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses der Gemeinde Auetal haben am Donnerstag das Auetal bereist und dabei die Fortschritte bei den Großbauprojekten begutachtet. Bauamtsleiter Friedhelm Liwack informierte sie über den jeweiligen Stand der Bauarbeiten und die bislang entstandenen Kosten.
Start war in Rehren, wo die Sanierungsarbeiten an der Sporthalle bereits abgeschlossen sind. Hier wurde eine neue Lüftungs- und Heizungsanlage installiert und auf das bestehende Flachdach eine neue Konstruktion mit siebenprozentiger Neigung gebaut (wir berichteten).
Sportler hatten sich bereits bei der Gemeindeverwaltung beklagt, dass es in der Sporthalle bei sommerlichen Temperaturen viel zu warm sei, weil durch die Lüftungsanlage die Hitze in die Halle gepumpt würde. „Das ist eine Einstellungssache und die bekommen wir noch in den Griff“, sagte Liwack und wies darauf hin, dass es sich bei der Anlage um eine Lüftung und keine Klimaanlage handele. „Kühlen können wir damit nicht“, so Liwack.
Das neue Dach mit der siebenprozentigen Neigung besteht aus durchgängigen Blechen. „Die Entwässerung ist jetzt komplett sichtbar und somit ist auch die Wartung einfacher“, sagte Liwack. 234 000 Euro waren für die Sanierung der Sporthalle geplant. „Nach den momentanen Berechnungen haben wir 26 700 Euro weniger ausgegeben. Allerdings sollen noch die Ventile an den Heizungen ausgewechselt werden, was aber nur mit 2000 Euro zu Buche schlägt“, erklärte Liwack.
In Kathrinhagen machen die Arbeiten an dem Feuerwehrhaus mit Dorfgemeinschaftsraum große Fortschritte. „Hier arbeiten Ehrenamtliche einfach vorbildlich. Sie haben erkannt, dass Kosten gespart werden müssen und erledigen noch mehr in Eigenleistung, als eigentlich geplant war“, lobte Bürgermeister Thomas Priemer. Inzwischen sind die Fenster eingebaut und in Kürze sollen das Tor zur Fahrzeughalle und eine zweiflüglige Tür zum Dorfgemeinschaftsraum eingebaut werden. Danach folgen die Putzarbeiten. Zurzeit werden die Decken gedämmt. Im umgestalteten „Altbau“ sind die elektrischen Leitungen verlegt. Hier kann bald mit den Malerarbeiten begonnen werden. „Bis zum 31. Dezember wollen wir fertig sein, denn dann können wir noch unser Feuerwehrjubiläum feiern“, sagte Ortsvorsteher Manfred Spenner.
In Bernsen läuft die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses seit etwa einem halben Jahr auf Hochtouren. „Finanziert wird ein Großteil durch Mittel aus dem Konjunkturpaket II, da es sich um energetische Maßnahmen handelt“, erläuterte Priemer. Auch in Bernsen wurden und werden nicht alle Arbeiten vergeben. Firmen, die Bauhofmitarbeiter und Ehrenamtliche der Dorfgemeinschaft Bernsen arbeiten Hand in Hand. Schließlich hat sich der Heimatverein Bernsen bereiterklärt, das Haus nach der Sanierung zu übernehmen und in Eigenregie zu betreiben.
Ein feuchter bis nasser Keller war bislang das größte Problem an dem Dorfgemeinschaftshaus in Bernsen. Daher wurde jetzt, in den betroffenen Bereichen eine Drainage um das Haus gelegt und das gesamte Gebäude und der Keller mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Aus Kostengründen wurde allerdings entlang der Front keine Drainage verlegt – wie von ehrenamtlichen Helfern zu hören war, drang bei dem Starkregen der vergangenen Woche wieder Wasser in den Heizungskeller ein. „Das liegt an einem Abfluss. Hier ist ein Schacht undicht. Der wird natürlich noch dicht gemacht und dann ist das Problem behoben“, versprach Liwack. Alle Fallrohre seien erneuert worden, da sie kaputt und zum Teil erheblich durch Wurzelwerk verstopft waren.
Im Gebäude sind die Ehrenamtlichen fleißig. Die Küche wurde aus dem Keller nach oben verlegt und derzeit wird der Thekenbereich gefliest. Neue Fenster und Heizkörper sind bereits installiert und demnächst soll ein neuer Linoleumboden verlegt werden. „Hier steckt aber noch viel Arbeit drin“, stellte Liwack fest. „Wir hoffen, dass wir im Frühjahr mit der Sanierung fertig sind“, meinte Ortsvorsteher Thomas Meyer.
Werner Frevert (l.) und Rudolf Brandt verlegen im Thekenbereich des Dorfgemeinschaftshauses Bernsen neue Fliesen. Foto: la