Landkreis

Funkstille zwischen den Volksbank-Chefs

Bückeburg (ll). Zwischen den Vorständen der Volksbanken Hameln-Stadthagen und Schaumburg herrscht Funkstille. Nach Bekanntgabe der geplatzten Fusion haben der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Hameln-Stadthagen, Heinz-Walter Wiedbrauck, und Joachim Schorling, Vorstand der Volksbank in Schaumburg, nicht mehr miteinander gesprochen.

Zum letzten Mal telefoniert haben die beiden Bankenvorstände laut Schorling am 17. Januar. Nur wenige Minuten habe das Gespräch gedauert. Wiedbrauck erklärte seinem Kollegen da kurz und knapp den Rückzug der Volksbank Hameln-Stadthagen aus der verabredeten Fusion. Die Gründe für das Scheitern des Zusammenschlusses sind für Joachim Schorling weiterhin nur spekulativ. „Die genaueren Gründe kenne ich nicht, aber ich hoffe, dass wir diese gemeinsam mit den Kollegen der Volksbank Hameln-Stadthagen irgendwann genauer erörtern werden“, sagte Schorling gestern Abend beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Volksbank in Schaumburg, der Kreishandwerkerschaft und des Steuerberaterverbands Schaumburg in Bückeburg. Der Vorstand der Volksbank in Schaumburg betrachtet die Pläne für eine gemeinsame Bank weiterhin als sinnvoll und als „perfekte Lösung“ für die Zukunft. „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass eine Verschmelzung beider im Landkreis Schaumburg ansässigen Volksbanken angestrebt werden sollte“, sagte Schorling und fügte an: „Wenn nicht sofort, dann doch ganz bald.“ Andere Partner für eine Fusion kommen laut Schorling für die Volksbank in Schaumburg derzeit jedenfalls nicht infrage. Die bestehenden Differenzen der beiden Volksbanken seien überbrückbar. „Ich bin zuversichtlich“, so Schorling. „Es ist sicher nicht leicht, wieder aufeinander zuzugehen“, meinte er und zitierte Altkanzler Willy Brandt: „Die Geschichte kennt kein letztes Wort.“

Neben Bankvorstand Schorling zeigten sich vor rund 150 Gästen auch der Kreishandwerksmeister Horst Frensel und Gerald Siegmann vom Steuerberater-Ortsverband Schaumburg zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr. Dazu gäben die Bilanzen des vergangenen Jahres Anlass.

„Gefühlt war 2011 sogar eines der besten Jahre für das Handwerk im Landkreis Schaumburg seit der Wiedervereinigung“, sagte der Kreishandwerksmeister. Zweifellos dazu beigetragen hätte die gute Auftragslage im Bereich der energetischen Sanierung, so Frensel. Dennoch: Für rund 10 Prozent der Betriebe des Schaumburger Handwerks verlief das Jahr 2011 enttäuschend. Immerhin: Frensel vermeldete, dass über 80 Prozent der Betriebe ankündigten, ihren Mitarbeiterstamm in diesem Jahr halten zu können. „Diese Frage ist aber naturgemäß mit der Nachfrage nach Handwerksdienstleistungen in Zusammenhang zu sehen“, so der Kreishandwerksmeister. Einen Rückgang der Ausbildungsbereitschaft unter den Handwerksbetrieben konnte Frensel nicht feststellen.

Moritz Becker referierte beim Empfang gestern Abend über das Thema „Wie ticken Jugendliche im Internet?“. Der Medienfachmann und Sozialarbeiter aus Hannover ging dabei der Frage nach, welche Bedeutung die digitale Welt für Kinder hat und – mit einem Augenzwinkern – welche Rolle die Erwachsenen dabei spielen.

Artikel vom 26.01.2012 - 06.00 Uhr
drucken
Diesen Artikel versenden


   
versenden

Artikel kommentieren






Startseite | Lokales | Überregionales | Sport | Magazin | Kultur | Anzeigenmarkt | Service | Impressum
© C. Bösendahl GmbH & Co. KG
Eine starke Gruppe: Deister- und Weserzeitung | Pyrmonter Nachrichten | Dewezet Bodenwerder | Schaumburger Zeitung | Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung | Neue Deister-Zeitung | Wesio | Weserbergland.Com | Medien 31