Auetal
Ferienspaßanmeldung 2011 online?Auetal (la). „Der diesjährige Ferienspaß hat funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Jugendpflegerin Anne Matthias. Schade sei es gewesen, dass der einwöchige Theater- und der mehrtägige Tanzworkshop, der von Profis durchgeführt werden sollte, abgesagt werden mussten, da nicht genügend Anmeldungen vorlagen. „Ansonsten ist alles recht gut gelaufen. Das neue Team hat sich gefunden und wird auch so weitermachen“, so Anne Matthias. Allerdings wolle man im nächsten Jahr eher mit den Planungen beginnen, was auch bereits geschehen ist.
Ganz so positiv sieht Anke Schmidt, die mit Nina Groth neu in das Ferienspaßorganisationstrio gerückt war, die Bilanz nicht. „Ich musste mich zunächst erst mit den Aufgaben vertraut machen, aber jetzt würde ich gern einiges verbessern“, so Schmidt. Sie räumte ein, dass schon im Kalender viele Fehler gewesen seien, die zu Verwirrungen geführt hätten. „Das darf nicht wieder passieren“, meint Schmidt.
Auch sie bedauert, dass die Workshops keinen Anklang fanden. „Ich weiß nicht, ob die Kinder keine Lust dazu hatten oder ob es für die Eltern doch zu teuer war. Eigentlich dachten wir, dass das tolle Angebote sind“, so Schmidt. Um herauszufinden, was sich die Kinder und Eltern für die nächsten Sommerferien an Aktionen wünschen, entwirft sie gerade einen Fragebogen, der jetzt mit der Gemeindeverwaltung abgesprochen und in den nächsten Tagen an die Auetaler Kinder verteilt wird. „Damit werden die Kinder nach ihren Wünschen befragt. Wir werden die Antworten auswerten und versuchen alles Machbare für den nächsten Ferienspaß umzusetzen“, sagte die engagierte Mutter.
Der Ferienspaß müsse wieder verstärkt mit „ehrenamtlichem Herzblut“ gefüllt werden. Es müssten im Vorfeld rechtzeitig Gespräche mit allen Vereinen, Institutionen und Privatpersonen geführt werden, die schon einmal eine Ferienspaßaktion angeboten haben. „Es genügt nicht, potenzielle Anbieter anzuschreiben. Hier müssen persönliche Gespräche geführt werden. Das ist zwar zeitaufwendig, aber ich würde das gern tun“, stellte Schmidt fest.
Zum Beispiel Bastelaktionen habe es in diesem Jahr eindeutig zu wenig gegeben und gekocht und gebacken wurde überhaupt nicht. „Hier müssen wir Ehrenamtliche ansprechen, die in der Vergangenheit rein privat solche Aktionen angeboten haben, und bitten, sich wieder am Ferienspaß zu beteiligen“, so Anke Schmidt, die natürlich hofft, auf positive Resonanz zu stoßen.
Als weitere Neuerung will das Ferienspaßteam auch wesentliche Veränderungen bei den Anmeldemodalitäten einführen. „Wie in anderen Städten und Gemeinden auch, sollte man dazu übergehen, die Anmeldungen über das Internet vornehmen zu lassen. Dann würden die langen Schlangen, Wartezeiten und das Gedränge um die Plätze bei den einzelnen Aktionen wegfallen“, erklärte Schmidt.
Ein Computer mit Internetanschluss sei heute in praktisch jedem Haushalt vorhanden, und für die wenigen Auetaler, die keinen Internetzugang haben, gebe es andere Möglichkeiten für die Anmeldung. „Die Eltern haben heute keine Zeit, um sich stundenlang für eine Bastelaktion anzustellen“, weiß Anke Schmidt. Außerdem würden die hohen Druckkosten minimiert, wenn der Ferienspaßkalender online erscheint und nur wenige Druckexemplare, zum Beispiel bei der Gemeindeverwaltung, ausgelegt würden.
Die engagierte Ehrenamtliche hat bereits Kontakt zu einer Firma aufgenommen, die ein Programm für das Anmeldeverfahren anbietet und das weitere Vorgehen mit Jugendpflegerin Anne Matthias abgesprochen. „Bislang wurde die Online-Anmeldung von vielen Aktionsanbietern abgelehnt, aber ich denke, dass man hier mit der Zeit gehen muss. Es hat sich auch in anderen Städten und Gemeinden gezeigt, dass die Anmeldung über das Internet völlig problemlos ist“, so Anne Matthias.
Ende September wollen die „Ferienspaßler“ zu einem Abschluss- und Neustartgespräch einladen und ihre Planungen und die Internetanmeldung vorstellen. „Andere Ferienspaßler haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, weiß auch Anke Schmidt.
Der traditionelle Flohmarkt soll aufgepeppt werden. „Da könnte man Restanmeldungen ermöglichen und mit einem bunten Programm kleine und große Besucher locken“, plant Anke Schmidt.
Lange Schlangen und dichtes Gedränge soll es in Zukunft bei der Anmeldung für die Ferienspaßaktionen nicht mehr geben. Foto: la