Bückeburg

Erschreckender Fall von Tierquälerei

Unglaublich: Das Katzenbaby wäre in dem winzigen Karton bald erstickt oder erfroren, hätten es die Polizisten nicht entdeckt.

Minden (thm). Ein erschreckender Fall von Tierquälerei beschäftigt derzeit die Polizei in der Nachbarstadt. Beamte haben nachts in einem Abfalleimer einen zugeklebten Pappkarton gefunden, in dem sich eine erst wenige Wochen alte Katze befand. Bei einer Außentemperatur von minus sechs Grad wäre das Jungtier bald darauf erfroren oder erstickt.

Eine Streifenwagenbesatzung war lange nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß im Marienglacis unterwegs, um dort nach einem Diebstahl weggeworfene Beute zu suchen. Dabei entdeckte sie zufällig auf einem Spielplatz in einem Abfalleimer einen mit Paketklebeband fest verschlossenen Pappkarton. Aus dem Inneren hörten sie plötzlich ein leises Miauen und Wimmern. Als die beiden Kommissare den Karton einen Spaltbreit öffneten, verschlug es ihnen die Sprache. Eine kleine schwarz-weiße Katze steckte ihren Kopf hindurch und schaute die Polizisten mit verängstigtem Blick an. Auf dem „Arm des Gesetzes“ konnte sich die kleine Katze zunächst beruhigen. Äußerlich unverletzt, kam sie anschließend in die Obhut des Tierheims.

Wie lange die Katze in ihrem circa 15 mal 30 Zentimeter kleinen Gefängnis ausharren musste, ist unklar. Klar ist jedoch, dass das Tier ohne die zufällige Rettung jämmerlich erfroren oder erstickt wäre. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Artikel vom 16.02.2010 - 23.00 Uhr
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