Rinteln
Energie im Alltag: Wasser kann sehr stark seinDeckbergen (rd). „Energie? Mama sagt immer, wenn ich viel esse, habe ich auch viel Energie!“ „Energie macht, dass bei uns der Fernseher läuft!“ Solche und noch viele weitere Äußerungen kamen von den Kindern des integrativen Oberlin-Kindergartens im Saarweg, als sie sich zum ersten Mal Gedanken zum Thema Energie machten.
Seit dem Frühjahr beschäftigt sich eine Kindergruppe bestehend aus zwölf Kindern gemeinsam mit ihren Erzieherinnen mit dem Thema „Energie im Alltag des Kindergartens“. Zum Einstieg beschäftigten sie sich mit der Frage „Energie – was ist das?“. Hier konnten die Kinder durch Spiele und Geschichten einen ersten Eindruck davon bekommen, was Energie ist, wofür man sie benötigt und wie sie entsteht.
Danach befassten sich die Kinder intensiv mit dem Thema „Wasser – Wasserkraft“ Hier bauten sie eigene kleine Wasserräder und ließen mit viel Freude kleine Autos mit Hilfe der dadurch gewonnenen Energie fahren. Im Anschluss daran verbrachten sie einen Nachmittag im Industriemuseum in Exten, um zu erleben, wie ein Wasserkraftwerk funktioniert. Wie stark Wasser sein kann, erlebten die Kinder, als sie Strömungsmesser selbst bauten und diese an der Weser ausprobierten.
Während einer Besichtigung des Hochbehälters der Stadtwerke in Deckbergen gewannen die Kinder einen Eindruck davon, wie lang der Weg des Wassers ist, bis es im Kindergarten aus der Leitung kommt. Ein Mitarbeiter der Stadtwerke erklärte alles und beantwortete geduldig Fragen der Kinder. Auch wie schmutziges Wasser wieder sauber wird, erfuhren die Kinder auf experimentelle Art und beim Besuch einer Hauskläranlage.
Nach den Sommerferien begannen die Kinder sich intensiver mit dem Thema „Die Kraft der Sonne“ auseinander zu setzen. Ein besonderer Vormittag war hier die Besichtigung der Bürgersolaranlage auf dem Dach der Grundschule Nord. Auch hier wurden sie wieder von einem Mitarbeiter der Stadtwerke erwartet, der ihnen alles anschaulich und kindgerecht erklärte. Wieder zurück im Kindergarten wurde ein Solarbackofen gebaut, der bei passendem Wetter auch ausprobiert wurde.
Im Laufe der nächsten Zeit möchten die Erzieherinnen des Kindergartens das Projekt noch auf die Bereiche „Windkraft und Mobilität“, „Wärme und Kälte“ sowie „Licht und Strom“ ausdehnen, um den Kindern möglichst viele Erfahrungen zu ermöglichen.
Die Idee zu diesem Projekt haben die Erzieherinnen aus einer Fortbildung der „Leuchtpol GmbH“, die sich für die Umweltbildung im Elementarbereich einsetzt.
Einen Blick hinter die Kulissen des Hochbehälters der Stadtwerke in Deckbergen werfen hier die Schützlinge des Oberlin-Kindergartens. Foto: pr.