Auetal
500 Liter Diesel abgepumpt – Umweltschaden verhindertFeuerwehrleute des Ölschadenzugs aus Rolfshagen pumpen den Kraftstoff aus dem Lastwagen ab. Foto: la
Rehren (la). Zu einem Umweltschutz-Einsatz auf der Autobahnrastanlage Auetal Süd ist die Feuerwehr am Dienstag gegen 16 Uhr ausgerückt. Ein Lastwagen verlor Diesel, und der Kraftstoff drohte, in die Aue zu fließen.
Ein Lastwagenfahrer hatte auf der Rastanlage seine vorgeschriebene Pause eingelegt und nach etwa 30 Minuten festgestellt, dass sein Fahrzeug Diesel verliert.
Die Kraftstoffleitung, die Verbindung beider Tanks, war gerissen und unter dem Lkw hatte sich bereits ein Rinnsal gebildet. Der Trucker informierte umgehend die Autobahnpolizei in Garbsen, die schließlich die Feuerwehr alarmierte.
Der Zug Mitte, der mit 19 Feuerwehrleuten aus Rehren, Rannenberg und Escher ausrückte, sorgte sofort mit etlichen Sack Bindemittel dafür, dass kein weiterer Kraftstoff in Richtung Aue fließen konnte. In einem Graben wurde wasserresistentes Bindemittel verwendet und in der Aue, unterhalb der Autobahnbrücke, legten die Einsatzkräfte eine Ölschlinge. „Dadurch wird verhindert, dass mit Diesel belastetes Wasser weiter durch die Aue fließt“, erklärte Einsatzleiter Bernd Schmöe. Bislang sei aber noch kein Kraftstoff in der Aue festgestellt worden.
In einer Wanne wurde der weiterhin ausfließende Kraftstoff unter dem Lkw aufgefangen und der Ölschaden-Zug aus Rolfshagen alarmiert.
Nach Eintreffen der vier Feuerwehrleute aus Rolfshagen mit der notwendigen Ausrüstung konnten die Feuerwehrleute die knapp 500 Liter Diesel aus dem Lkw abpumpen und in Fässer füllen.
„Die Fässer müssen fachgerecht entsorgt werden. Zunächst werden sie in Rolfshagen gelagert und dann von einer Fachfirma abgeholt“, stellte Schmöe fest.
Ein Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Schaumburg nahm den an der Natur entstandenen Schaden unter die Lupe, konnte aber Entwarnung geben. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr war eine Verunreinigung der Aue verhindert worden. Lediglich im Graben war etwas Diesel.