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33-Jährige hielt Arm nicht aus dem FensterFeuerwehrleute untersuchten nach dem Unfall am Montagabend das Wrack des verunglückten Fiat Punto, das auf einem Feld neben der Bundesstraße 217 stand. Foto: col
Springe (zett). Überraschende Wende bei den Ermittlungen zum Unfall auf der Bundesstraße 217: Nach Angaben der Polizei hatte die am Montagabend verunglückte 33-Jährige den Arm nicht – wie zunächst vermutet – aus dem Auto gestreckt, bevor er abgerissen wurde. Untersuchungen hätten jetzt vielmehr ergeben, dass das Fenster der Fahrertür zu Beginn des Unfalls geschlossen war.
Polizeihauptkommissar Joachim Eickmeyer erklärte gestern auf Anfrage, das Wrack des Fiat Punto sei auf dem Gelände eines Springer Abschleppunternehmens von Spezialisten genauestens untersucht worden. Auch den Unfallort nahmen die Experten noch einmal in Augenschein. Dabei habe man eindeutige Belege dafür gefunden, dass das Fenster vor dem ersten Aufprall gegen die Mittelleitplanke vollständig geschlossen war, denn sonst, so schlussfolgern die Spezialisten, hätte die Scheibe gar nicht zerbersten können. Dass sie es direkt beim ersten Aufprall tat, belegten bei den Untersuchungen entdeckte Scherben auf der Fahrbahn und in der Fensterdichtung, so Eickmeyer gestern.
Die 33-Jährige müsse erst danach irgendwie mit dem Arm nach draußen geraten und gegen das Kilometerschild geprallt sein. „Vielleicht durch die Schleuderbewegung des Wagens – das ist aber Spekulation“, so Eickmeyer. Befragt werden könne die Frau nach Auskunft der Ärzte frühestens in der kommenden Woche. Ob die Hannoveranerin dann tatsächlich Angaben zu den dramatischen Minuten machen kann, ist nicht sicher.
Vorstellbar sei auch, dass sie wegen des erlittenen Schocks keine Angaben mehr machen kann, so die Polizei. Offen, betont Eickmeyer, sei trotz der neuen Erkenntnisse weiterhin die Ursache des Unfalls. Der gestern veröffentlichte Zeugenaufruf habe bislang keine Resultate gebracht. Möglich sei, dass die Staatsanwaltschaft ein detaillierteres Unfallgutachten anfordert.
Ob der 33-Jährigen unterdessen in der Medizinischen Hochschule Hannover der abgetrennte Arm wieder angenäht werden konnte, bleibt unklar.