Stadthagen
Rote Köpfe und heiße Sohlen: Teilnehmerrekord beim LaufStadthagen (kil). Jubel, Tränen, rote Köpfe: Der 20. Gerhard-Jaster-Gedächtnislauf in Stadthagen hat gestern Abend für ein reges Treiben in der Stadthäger Innenstadt mit starken Emotionen gesorgt.
485 motivierte Sportlerinnen und Sportler im Alter von drei bis 74 Jahren gingen an den Start. „Ein neuer Rekord“, freute sich Rüdiger Scheibe, der 1. Vorsitzende des VfL Stadthagen, der das sportliche Event gemeinsam mit Intersport Kreft und der Sparkasse Schaumburg ausgerichtet hat.
Vor jedem Rennen herrschte großer Andrang an der Startlinie. Dabei präsentierte sich der Eine noch völlig gelassen beim Aufwärmen, der Andere bewegte sich nervös von einem Fuß auf den anderen.
Besonders den „Bambinis“, den jüngsten Läufern des Turniers, war die Spannung ins Gesicht geschrieben. Zeigte sich die vierjährige Manuela noch vor dem Startschuss ganz schön aufgeregt, war nach der gewonnenen Medaille nichts mehr davon zu spüren.
Nach und nach verließen Jung und Alt den Marktplatz und flitzten über die Stadthäger Wallanlagen. Dabei war die Anstrengung so manchem Läufer ganz und gar nicht anzusehen. „Ich könnte glatt noch einmal laufen“ sagte Levin Grundmeier (14) nach seinem Lauf. Nur der Endspurt hatte ihn ein wenig außer Atem gebracht. „Nach dem Laufen fühlt man sich richtig frei“, sagte der Vierzehnjährige.
Anderen stand die Erschöpfung dagegen deutlich ins Gesicht geschrieben. Mit hochroten Köpfen und heißen Sohlen mussten einige Läufer die Zähne kräftig zusammenbeißen, um die Ziellinie zu erreichen. Zu ihrem Glück sorgten die Veranstalter für genügend Getränke an der Strecke, die dankbar angenommen wurden und zur inneren sowie äußeren Erfrischung dienten.
Die Motivation, am JasterLauf teilzunehmen, war bei den Sportlern von ganz unterschiedlicher Natur. Reinhard Hunte aus Großhegesdorf freute sich über „ein bisschen Bewegung“ beim Nordic Walking. „Zum Laufen bin ich ja zu schwer“, scherzte der 54-Jährige.
Das Motto der Schülerinnen Tammy (17) und Sabrina (16) von der IGS Stadthagen lautete „Durchhalten“, denn Sport sei immerhin gut für die Figur.
Für die Nachbetreuung der Sportler war bestens gesorgt. Wolf-Rüdiger Berg (59) entspannte sich bei einer „sehr angenehmen“ Wadenbehandlung durch das Team der „Stadthäger Apotheke“. Auch das Publikum leistete ganze Arbeit und hielt mit Jubel, Laola-Wellen und Applaus auch bei kleinen Pannen – wie dem Verlust des Staffelholzes oder dem Einschlagen des falschen Weges beim 10 000 Meter Lauf – nicht zurück.