Stadthagen

Renaissance-Verein will auf die Tube drücken

Stadthagen (ssr). Der Verein „Renaissance Stadthagen“ begrüßt den Vorstoß von Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD), beim Projekt „Zehntscheune“ noch im laufenden Jahr zumindest mit bautechnischen Voruntersuchungen weiterzumachen.

Die Stadtverwaltung hat in den Entwurf des städtischen Etats für 2012 vorsorglich einen Posten von 120 000 Euro eingestellt, davon 20 000 Euro für Voruntersuchungen. Das hält der Vereinsvorstand laut jüngstem Beschluss „unbedingt für notwendig, logisch und plausibel, um das Nutzungskonzept der ,Zehntscheune‘ näher definieren zu können.“

Der Renaissance-Verein unterstützt laut Vorsitzendem Udo Jobst die Absicht, noch in 2012 zumindest umfassende Voruntersuchungen zu veranlassen. Wie Joachim Fellmann als Bauexperte des Vereins erläuterte, gehe es vor allem um die Statik, die Gründung von Wänden und Pfeilern, die Höhe des Bodenniveaus sowie um den Zustand von Dach und Kalksteinwänden.

„Erst wenn wir wissen, was das Gebäude von seiner Bausubstanz hergibt“, so Fellmann weiter, „kann man sich sinnvollerweise um die Erarbeitung von Nutzungskonzepten kümmern.“ Denn erst aus den Ergebnissen der bautechnischen Analyse ergäben sich beispielsweise die Zuschnittsgrößen von Räumlichkeiten, was auf die Nutzungsmöglichkeiten eminente Auswirkungen habe. Die Mitglieder des Vereins seien bei alldem bereit, mit Sachverstand zur Verfügung zu stehen.

Als „Stadt der Weserrenaissance“, argumentiert Jobst, „sollte man die ,Zehntscheune‘ nicht auf Eis legen“. Jetzt sei die Zeit gekommen, „den schon länger notwendigen Schritt zur Klärung bautechnischer Fragen zu beginnen, da sonst das von allen gewünschte Projekt zum Stillstand kommt“. Denn schon im Jahr 2011 sei nichts passiert, so Jobst, wiederhole sich das in diesem Jahr, drohe ein Verkümmern des Projekts.

Der Verein agiert nach den Worten von Jobst in dieser Sache aufgrund seiner Satzung, in der es heiße, ihm obliege „die Förderung der Pflege und Erhaltung der Kunstwerke der Renaissance“ (u. a. Mausoleum, Schloss und umgebendes Ensemble). Aber auch das „Leitbild“ und der „Arbeitskreis Zehntscheune“ hätten in diese Richtung gewirkt.

Artikel vom 04.02.2012 - 00.00 Uhr
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