Stadthagen

Hochwasser: Helfer leisten „Übermenschliches“

Stadthagen (kcg). Nach mehr als 43 Stunden im Einsatz heißt es Aufatmen für die zahlreichen Helfer der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW). Seit Freitagabend hat sich die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Stadthagen und den umliegenden Ortsteilen entspannt – alle Straßensperrungen wurden aufgehoben, die letzten Keller haben die Brandschützer am Sonnabendvormittag ausgepumpt.

Jetzt geht es ans Aufräumen. Wie hoch der Schaden ist, den das Regentief „Cathleen“ mit Niederschlägen in Rekordhöhe verursacht hat, ist nach Auskunft von Bürgermeister Bernd Hellmann aber noch nicht absehbar. Eines allerdings steht fest: Die starken Regenfälle am Donnerstag und Freitag haben zu einem der schlimmsten Hochwasser der Geschichte der Kreisstadt geführt und den ehrenamtlichen Helfern Höchstleitungen abverlangt.

„Die meisten haben von Donnerstagabend bis Sonnabendvormittag nur vier bis fünf Stunden geschlafen“, berichtet der Stadthäger Ortsbrandmeister Rainer Pflugradt. Viele Feuerwehrleute hätten durchgearbeitet, unterstützt von den Brandschützern aus den umliegenden Samtgemeinden sowie den Mitgliedern von fünf THW-Ortsverbänden.

Dabei mussten die Einsatzkräfte in der Nacht zu Sonnabend im Bereich der Körse-straße und der Bergstraße einen Dammbruch verhindern. „Dort haben wir zusätzlich noch einmal etwa 1000 Sandsäcke verbaut“, sagt Pflugradt. Heikel war nach Angaben vom Stadthäger THW-Ortschef Detlef Schröter auch die Situation an der Nordsehler Straße. Die Gaststätte „Heines Dehle“ drohte überschwemmt zu werden. Außerdem ist an der Straße Im Stadtfelde ein Heizöl-Tank umgekippt.

Insgesamt waren 300 Helfer an 250 unterschiedlichen Orten im Einsatz. „Die Leute haben Übermenschliches geleistet und gearbeitet bis zum Umfallen“, sagt Pflugradt. Auch Hellmann ist von den Leistungen der Einsatzkräfte bis an die Belastungsgrenze beeindruckt und lobt die „sehr gute“ Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, THW und Bauhof. „Allen ehrenamtlichen Helfern ist in hohem Maße zu danken“, betont der Bürgermeister. Wie hoch der Schaden an Straßen und Uferböschungen ist, werde derzeit ermittelt, so Hellmann.

Artikel vom 30.08.2010 - 00.00 Uhr
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