Rodenberg / Nenndorf
Streit um Tennisheim hat sich erledigtWaltringhausen (ems). Das Bückeburger Landgericht hat gegen das Anliegen des Tennisvereins „Blau Weiß“ entschieden. Der Verein hatte die Stadt Bad Nenndorf darauf verklagt, einen Gutachter einzusetzen, um den Wert des ehemaligen Tennisheims am alten Freibad zu bestimmen. Für „Blau Weiß“ ist die Sache damit „vom Tisch“, sagte Vorsitzender Rüdiger Bax.
„Für uns ist die Sache jetzt erledigt“, kommentierte Bax die gefällte Entscheidung des Landgerichts Bückeburg. Das hat nunmehr endgültig die Begutachtung des alten Tennisheimes an der Bahnhofstraße abgelehnt. Damit sei für den Verein ein weiterer Klageweg ausgeschlossen, ließ Bax verlauten. Er sei „lediglich deshalb den Weg der Justiz gegangen, um allen Wünschen im Tennisverein Genüge zu tun“. Schließlich habe man das Gelände seinerzeit nicht freiwillig verlassen und „es gab im Verein verschiedene juristische Auffassungen“. Nun liege die Urteilsbegründung dem Tennisverein zwar noch nicht schriftlich vor, dennoch sei schon bekannt, dass das Gericht die Klage um Begutachtung und damit Bewertung des alten Klubhauses eindeutig abgelehnt habe.
„Damit ist auf den kleinsten gemeinsamen Nenner unsere juristische Situation geklärt. Und schlussendlich wissen wir, es lohnen keine weiteren rechtlichen Schritte und damit soll es dann auch gut gewesen sein“, erklärte sichtbar erleichtert Rüdiger Bax und fügte mit ernster Stimme hinzu: „Rechtsanwalt Ulf Möller, der Blau-Weiß vertritt, wird das Urteil mit Begründung alsbald dem Verein überstellen, dann kann jedes Mitglied selber nachlesen.“
„Auf jedem Fall haben wir mit unserer Vorgehensweise die Anwalts- und Gerichtskosten so niedrig wie möglich gehalten, weil sich der Streitwert zunächst an den rund 1500 Euro Gutachterkosten orientierte“, erklärte Bax offenherzig. Dem Verein selber gehe es gut mit dem ablehnenden Urteil, weil man sich nicht „um jeden Preis“ habe streiten wollen. „Wir haben immer noch einen ausgeglichenen Haushalt“, freute sich der Vorsitzende und „deshalb können wir uns wie schon im vorherigen Jahr besonders der Förderung von Kindern und Jugendlichen im Verein widmen.“ Insgesamt zählt „Blau-Weiß“ 180 Mitglieder und davon 46 Jugendliche. Deshalb der Jubelruf des Vorsitzenden: „Das ist ein schöner prozentualer Anteil!“
Die Jahresversammlung war wegen neuerlicher Schneefälle und entsprechend schlechter Straßenverhältnisse kurzerhand um zwei Stunden vorverlegt worden. „Ziemlich genau achtunddreißig Mitglieder haben trotzdem den Weg ins Vereinsheim ,Radbachtreff‘ in Waltringhausen gefunden“, zählte der besorgte Vorstand und bedauerte die krankheitsbedingte Abwesenheit von Jugendwart Fabian Biener und Schriftführer Otfried Göring, zumal Wahlen auf der Tagesordnung standen. Die alte Vorstandsriege wurde wiedergewählt, mit Rüdiger Bax als Vorsitzendem und Dietmar Schindler als Vize. Ehrungen gab es in diesem Jahr keine, dafür aber reichlich Danksagungen an die Sponsoren der Feier zum sechzigjährigen Bestehen und den MTV Waltringhausen für die gute Kooperation.
Schatzmeister Werner Tatge (v.l.), Vize Manfred Schlüter neben Rüdiger Bax, dem ersten Vorsitzenden sowie Sportwart Uwe Martens.
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