Rodenberg / Nenndorf
Politiker fühlen sich erneut schlecht unterrichtetSamtgemeinde Rodenberg (bab). Mit der Verwaltungsvorlage zum Feuerschutzausschuss des Samtgemeinderates haben die Politiker bei ihrer Sitzung in Reinsdorf wenig anfangen können. Relativ ratlos saßen sie teilweise vor Positionen, über die sie befinden sollten, weil sie nicht wussten, was sich hinter den Zahlen verbirgt. Kritik über die dürftigen Informationen kam diesmal nicht wie gewohnt vorwiegend von Grünen, CDU oder Aktiven Demokraten, sondern vom Sozialdemokraten Wilhelm Hartmann.
Einig wurden sich die Ratsherren relativ schnell bei dem Antrag der Feuerwehr Feggendorf, die einen Carport für ihren Mannschaftstransportwagen bauen will. Dort soll etwas mehr Geld in die Hand genommen werden, weil das Dach des Unterstandes über die beiden vorhandenen Garagen gezogen werden soll. Denn besonders eines der Garagendächer sei „abgängig“, bestätigte Ausschussvorsitzender Wolfgang Kölling (SPD), der die Lage vor Ort in Augenschein genommen hatte. Auch der Verwaltung sei die Situation bekannt, und sie sehe Handlungsbedarf.
Über die Beträge für Ersatzbeschaffungen konnte Gemeindebrandmeister Jürgen Wilkening Auskunft geben. Verschlissene Kleidung und Schläuche, defekte Tragkraftspritze und Stromaggregat seien Dinge, die ausgetauscht werden müssten. Wegen der großen Investitionen in Fahrzeuge sei in der Vergangenheit einiges aufgeschoben worden. Ansonsten habe er die Verwaltung angeschrieben, die Ansätze des vergangenen Jahres beizubehalten.
Zu den 30 000 Euro für den Umbau des Feuerwehrhauses Lyhren konnte weder Wilkening noch Verwaltungsmitarbeiterin Manuela Kleinschmidt oder Vorsitzender Kölling etwas sagen. „30 000 ist doch keine Kleinigkeit, es wäre schön, wenn wir Unterlagen hätten und nicht diesen kleinen Satz hier“, beklagte sich Hartmann.
Zur Erhellung fragte der Ausschuss Lauenaus Bürgermeister Heinrich Oppenhausen (SPD), der im Zuschauerraum saß. Er sei „überfragt“, musste dieser zugeben. Denn eigentlich sei der geplante Toilettenumbau im Lyhrener Gebäude für die Dorferneuerung vorgesehen, sodass es Zuschüsse gebe. Als Anteil für die Samtgemeinde an diesem Bauvorhaben erscheine ihm der Betrag zu hoch. Auch die von zuhörenden Samtgemeinderatsmitgliedern gereichten Haushaltspläne trugen nicht zur Klärung bei.
Streichen lassen wollte sich Apelerns Bürgermeister den Ansatz deshalb aber nicht. Und auch Ralf Sassmann (WGSR), stellvertretender Ausschussvorsitzender, riet, den Ansatz zu lassen: „Wir verlieren keine Zeit und sind handlungsfähig.“ Jetzt soll geklärt werden, wofür die Mittel eingesetzt werden sollen. Hartmann verlangte abschließend für die Zukunft: „Unterlagen, aus denen man erkennt, worum es geht und sich besser vorbereiten kann.“