Das Dorfgemeinschaftshaus wird auch 2012 weiter saniert. Foto: bab
Pohle (bab). Noch einmal 50 000 Euro will Pohle in die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses stecken. Das Geld soll für energetische Maßnahmen verwendet werden. Bei den Etatberatungen hat der Rat einstimmig dem vorgelegten Plan zugestimmt.
Wie Kämmerer Sven Janisch angab, sei die Finanzierung für das Dorfgemeinschaftshaus ohne Fremdmittel durch Rücklagen möglich. Die Gemeinde Pohle verfügt zudem über eine freie Spitze von 34 500 Euro. Das Gesamtvolumen des Haushaltes beträgt rund eine halbe Million Euro. Zwar entwickelten sich die Gewerbesteuereinnahmen nach oben, doch die Einnahmesituation bei den Realsteuern sei kritisch zu betrachten, berichtete Janisch. „Die eigentliche Finanzierung der gemeindlichen Aufwendungen erfolgt hier überwiegend durch die umlageunabhängigen Einnahmen in den Bereichen Hundesteuer, Mieten und Pachten sowie Konzessionsabgaben“, heißt es in der Ratsvorlage. In der Kreide steht Pohle mit 163 000 Euro. Das sei eine Pro-Kopf-Verschuldung von 178,92 Euro, so Janisch.
„Sehr gering“ findet SPD-Sprecher Rainer Helbig den Schuldenstand. Er bedauerte, dass bisher noch keine Eröffnungsbilanz vorgelegt werden konnte. Positiv sei, dass die Abschreibungen im doppischen Haushalt dargestellt würden. Erste Erfolge der Doppik seien erkennbar. CDU-Sprecher Eberhard Hasler betonte, dass Pohle eine der wenigen Gemeinden sei, die noch einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen könnten. Hans-Werner Kühnel (SPD) blickte weiter nach vorn und warnte vor dem Tag, an dem Pohle das Geld für den Ausbau der Ortsdurchfahrt aufbringen muss. Ein Datum für eine weitere große Investition stehe sogar schon fest: 2015 müsse die Gemeinde alle Straßenlaternen umrüsten.