Rodenberg / Nenndorf
Mit Situationskomik Konflikte bewältigenK erstin Pfannekuche, Ramona Lindemann und Patrizia Bergmann probieren bei den Präventionstagen für drei Tage das Leben als Mutter aus. Foto: bab
Rodenberg (bab). Mit der „Präventionswoche“ ist die Stadtschule in das neue Schulhalbjahr eingestiegen. Für die neue Schulsozialarbeiterin Liane Wolf-Rolle war es das erste Mal, dass sie mit der Organisation betraut war.
Drei Tage beschäftigen sich die Klassen mit altersentsprechenden Themen, die auf verschiedene Weise behandelt werden. Und dabei haben die Schüler zudem Freude. Das Thema Konfliktbewältigung beispielsweise hört sich ernst an, kann aber Spaß machen, wie die IGS-Klasse 7b bewies. Mit einer Theaterpädagogin aus Hannover spielen sie Szenen durch, die nicht an Situationskomik entbehren.
Im Jahrgang darunter geht es um Liebe, Freundschaft und Sexualität, und am Ende der Schullaufbahn in Rodenberg schließt sich dann sogar der Kreis. Denn in den im Abschluss-Jahrgang gibt es einen Tanzkurs mit Benimm-Tipps, bei dem sich Mädels und Jungs um den richtigen Umgang miteinander bemühen. Einige aus der neunten Klasse haben sich für das Baby-Simulations-Projekt angemeldet. Drei Tage müssen sie sich wie richtige Eltern um realistische Baby-Puppen kümmern, die computergesteuert wie echte Säuglinge reagieren. Berufsfindung und Suchtprävention sind weitere Bausteine im Konzeptablauf.
Wolf-Rolle, die sich am Konzept ihrer Vorgängerin orientierte, betont, dass die Präventionswoche, bei der externe Projektleiter eingesetzt werden, auch den Sinn für alternative Freizeitgestaltung wecken solle. Statt vor dem Computer zu sitzen und digitale Netzwerke zu knüpfen, sollen die Schüler auch die Vorteile am direkten Umgang miteinander lernen. So werden im achten Jahrgang sportliche Angebote mit Blick auf das Freizeitverhalten gemacht. Die Schulsozialpädagogin hofft, dass von den Erfahrungen der Woche „möglichst viel hängenbleibt“.