Rinteln

Verkehrschaos morgens und mittags an der Grundschule

An der Grundschule Deckbergen ist der Parkplatz erst nachmittags so leer, morgens und mittags herrscht oft Verkehrschaos. Foto: dil

Rinteln (blc). Ein Erlebnis der besonderen Art hatte Iris Kellner aus dem Auetal, als sie gemeinsam mit ihrer Freundin und deren elfjährigem Sohn ein Restaurant besuchte. Sie bestellten zwei „XXL-Burger“ – ein Gag des Hauses, riesengroße Burger – und Getränke. Die Burger wurden auf einem Silbertablett serviert, und so baten die Gäste um zusätzliche Teller. Kellner schaffte ihren Riesenburger nicht und ließ sich den Rest sogar einpacken, ihre Freundin gab ein kleines Stück an ihren Sohn weiter.

Die Überraschung kam mit der Rechnung: Neben den 37 Euro für das tatsächlich Verzehrte wurden dort zehn Euro zusätzlich aufgeführt, die sich die Freundinnen zunächst nicht erklären konnten. Auf Nachfrage wurde ihnen gesagt, das sei so, weil der Sohn mitgegessen habe. Eine Logik, die die beiden nicht verstanden und den Chef des Hauses um weitere Erläuterung baten. Letztendlich bekamen sie ihre zehn Euro dann zurück, allerdings nur widerwillig. Seine Erklärung: „Was meinen Sie, was ich hier für Bedienung an Kosten habe?“, stellte die beiden Gäste trotzdem nicht zufrieden. „Verstanden habe ich das bis heute nicht“, sagt Kellner.

Michaela Müller-Lindemann aus Deckbergen hat einen Sohn in der Grundschule. Der hat derzeit ein Gipsbein, deshalb bringt sie ihn mit dem Auto zumindest in die Nähe der Schule, damit er nicht so weit auf Krücken laufen muss. Sonst geht der Sechsjährige allein zur Schule. „Der Weg ist gar nicht so schlimm“, erzählt die Mutter, „schlimm ist der Zustand morgens und mittags direkt an der Schule.“ Die Eltern fahren das letzte Stück mit dem Auto, obwohl dort Autoverbot ist und keine Wendemöglichkeit, sodass ständige Gefahrenquellen entstehen. Auch ein Appell der Rektorin an die Eltern hat keinen Erfolg gebracht, und der Hinweis auf die Feuerwehreinfahrt, die freigehalten werden soll, wird nicht beachtet. „Die Eltern sind so uneinsichtig“, klagt Müller-Lindemann. „Vermutlich muss erst etwas passieren, bevor sich das Verhalten ändert.“

Eine nette Geschichte weiß Dorothea Erdniß aus Rinteln zum Bericht über Agnes Miegel zu berichten. „Sie wurde von den Ostpreußen in Rinteln eingeladen, dort hat sie wohl gelesen. Anschließend wurde Agnes Miegel zum Mittagessen zu der Flüchtlingsfamilie gebeten, die zu dem Zeitpunkt bei uns zu Hause wohnte“, erzählt sie. Die Flüchtlingsfamilie hatte wohl nicht so gutes Geschirr und lieh sich bei Familie Erdniß für diesen Anlass deren gutes Essgeschirr aus. „Begutachten durften wir die Besucherin deshalb aber noch lange nicht“, lacht Dorothea Erdniß bei dieser Erinnerung. „Wir schauten alle nur durch das Fenster, um einen Blick zu erhaschen.

Später wohnte die Dichterin in Bad Nenndorf bei Kollegen ihres Vaters, und bei Einladungen saß ich direkt neben ihr. Sie hat sich herzlich amüsiert, als ich ihr die kleine Geschichte von diesem Mittagessen erzählte.“

Artikel vom 07.09.2010 - 18.06 Uhr
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