Rinteln
Eltern in Spanien – Sohn fährt AutoRinteln (maf). Im Februar 2009 war ein 45 Jahre alter Rintelner mit dem Auto seines Vaters unterwegs, obwohl ihm schon im Jahre 2006 die Fahrerlaubnis entzogen worden war. In der Nähe von Bremen wurde der Arbeitslose erwischt und hierfür später auch verurteilt. Nun hatte diese Fahrt auch für seinen Vater ein gerichtliches Nachspiel: Der 71-Jährige musste sich wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.
Letztlich sprach Amtsrichter Christian Rost den Mann aber von diesem Vorwurf frei, weil er keine Ahnung hatte, dass sein Sohn nicht mehr im Besitz eines Führerscheines war.
Nachdem er in den Jahren zuvor in verschiedenen Orten gewohnt hatte, zog der 45-Jährige Anfang 2009 zu seinen Eltern nach Rinteln. Diese besitzen seit Langem ein Haus in Spanien und leben dort viele Monate im Jahr. Auch im Februar 2009 hielt sich das Ehepaar wieder in Spanien auf, während das Auto des Mannes in Rinteln stand. Der Sohn wusste, dass sich der Schlüssel in einer Schublade im Flur befand und fuhr dann los.
Die Hauptverhandlung fand nun ohne den erkrankten Angeklagten statt. Über seinen Verteidiger ließ der 71-Jährige erklären, dass ihm von einer Entziehung der Fahrerlaubnis seines Sohnes nichts bekannt gewesen sei. Auch von der konkreten Fahrt habe er keine Ahnung gehabt, da er sich im Ausland aufgehalten hatte. Diese Einlassung bestätigte seine Ehefrau jetzt vor Gericht. Und der Sohn präzisierte: Ich habe meinen Eltern nie etwas darüber gesagt, dass ich meinen Führerschein verloren habe, weil mein Vater gesundheitlich angeschlagen ist“.
Mit dem abschließenden Freispruch entsprach Richter Rost dem Antrag von Anklagevertreter Dieter Liese.