Obernkirchen
Wo Hilfe gefragt war, war „Rosi“ nicht weitMit großer Freude und einem strahlenden Lächeln verabschiedete sie sich in den Urlaub. Dieses Lächeln wird nun allen ihren Mitstreitern für immer in Erinnerung bleiben, der Abschied war für immer: Im Alter von 63 Jahren ist Rosemarie Fichtner jetzt gestorben.
Wo ehrenamtliche Helfer gefragt waren, da war Rosi, wie sie von allen genannt wurde, nicht weit. Eine Legislaturperiode, von 2001 bis 2006, hat sie für die SPD im Stadtrat gesessen, doch die Politik, das war nicht wirklich ihre Welt. Weit besser fühlte sie sich aufgehoben bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, deren Vorsitzende sie war, an der Spitze der Ortsgruppe des Sozialverbandes oder als beratendes Mitglied des Senioren- und Behindertenbeirates, wo sie neue Betätigungsfelder fand.
Aber zu dem vielleicht wichtigsten Lebensinhalt der letzten Jahre war für Rosi Fichtner die Arbeit für den Erhalt des Sonnenbrinkbades geworden. Mit einem beispiellosen Schaffenswillen hat sie immer wieder Freunde und Geschäftsleute aus Obernkirchen und den umliegenden Orten an ihre Verpflichtung zur Mitwirkung beim Erhalt einer so wichtigen sozialen Einrichtung, wie es das Sonnenbrinkbad für Obernkirchen und Umgebung ist, erinnert und für eine finanzielle Unterstützung geworben. Viele Veranstaltungen im Bad wären ohne ihre unermüdliche Schaffenskraft nicht möglich geworden.
Menschen sind Individuen und als Personen nicht ersetzbar, so hat es Wolfgang Hein als Vorsitzender des Fördervereins Sonnenbrinkbad formuliert: Rosis Warmherzigkeit und ihre Selbstlosigkeit, so Hein, „werden uns stets in Erinnerung bleiben“.
Wie wahr.