Obernkirchen
Wie diese Familie durch Hausdämmung sparen willJoachim Gotthardt von der Sparkasse spricht mit der Familie Schmidt-Katz, Jessica (v.l.), Ulrike, Johanna und Uwe, über die Möglichkeiten, mehr Energie zu sparen.
Obernkirchen (sig). Der harte Winter hat die Energiekosten kräftig in die Höhe schnellen lassen. So mancher Hausbesitzer wird unangenehm überrascht sein, wenn er seine Gas- oder Stromabrechnung erhält oder viel schneller als üblich seine Ölvorräte auffüllen muss. Da wird in vielen Familien die Frage erörtert: Wie lässt sich diese Entwicklung stoppen?
So recht will sich niemand darauf verlassen, dass dieser Winter für lange Zeit eine Ausnahme bleibt. Das gilt auch für die Familie Schmidt-Katz, die im Jahr 2001 in der Steinhofstraße ein Haus erworben hat, das vorher der evangelischen Kirchengemeinde gehörte.
„Wir haben schon seit längerem über weitere Energie sparende Maßnahmen nachgedacht“, verrät Familienvater Uwe Schmidt-Katz unserer Zeitung. Eine moderne Heizung wurde bereits eingebaut. Dachschrägen sind teilweise mit Glaswolle eingedämmt worden.
Vielleicht wolle er jetzt aber das gesamte Dach erneuern. Und dann bleibe noch die Möglichkeit, das Mauerwerk außen mit isolierenden Dämmplatten und zusätzlichem Putz zu versehen.
Das sollte natürlich alles vernünftig durchgerechnet werden, damit die vierköpfige Familie ihren Lebensstandard nicht zu stark einschränken muss. Jessica, die ältere der beiden Töchter, legt bald das Abitur ab – ein Studium würde für zusätzliche Kosten sorgen.
Das den Überlegungen aber möglicherweise bald Taten folgen, dazu trägt vielleicht der Zufall bei: Uwe Schmidt-Katz hat an einer Aktion der Sparkasse teilgenommen, bei der drei kostenlose thermografische Messungen verlost wurden, verbunden mit der Energie-Sparanalyse eines neutralen Institutes. Praktisch umgesetzt werden konnte dieses Vorhaben erst, nachdem das Tauwetter eingesetzt hatte und sich auf den Hausdächern kein Schnee mehr befand.
Eine weitere wichtige Voraussetzung für das Gelingen sind die Temperaturunterschiede, die in der Heizperiode zwischen den Innenräumen und außen bestehen. Das mit den Messungen beauftragte Unternehmen meldete sich für den Dienstagabend bei der Obernkirchener Familie an.
Gleichzeitig traf der Leiter der örtlichen Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle, Joachim Gotthardt, in der Steinhofstraße ein und gratulierte zum Gewinn.
Eine Vielzahl von Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera dokumentiert den energetischen Zustand der Immobilie. Erfahrungsgemäß gehören das Dach und die Fenster zu den Schwachstellen. Wenn die Außenwände nicht gedämmt sind, wie in diesem Fall, gibt es auch hier beachtliche Wärmeverluste. Auf die Auswertung der Messungen ist die Familie Schmidt-Katz natürlich gespannt. Danach will man die Priorität der Maßnahmen festlegen.