Obernkirchen

So machen Ortstermine Spaß: Vier Baustellen beinahe abgeschlossen

Der Ausschuss steigt der Kindertagesstätte aufs Dach: Hier werden die neuen Fenster begutachtet.

Obernkirchen (rnk). Da macht die Kommunalpolitik richtig Spaß: Gleich vier nahezu abgeschlossene Baustellen konnten die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt in 80 Minuten besichtigen.

In der Sporthalle am Kammweg wurde zunächst mit der Stoppuhr überprüft, wie lange die Duschen Wasser liefern: Es sind exakt 30 Sekunden. Denn nach der Sanierung regelt sich der Wasserverbrauch über Magnetventile, außerdem sind neben den Leitungen auch die Armaturen ausgetauscht worden. Die Selbstschließungsventile, erklärte Diplom-Ingenieur Hartmut Wilkens, sparen rund 50 Prozent des Wassers, das ansonsten verbraucht wird. Da das Wasser sehr hart ist, empfahl er eine Entkalkungsanlage, der Ausschuss stimmt zu, schließlich ist noch ein bisschen Geld vorhanden.

Eine Entkalkungsanlage soll auch die Kindertagesstätte erhalten, die anschließend besichtigt wurde. Hier hatte es durch Dach und Fenster geregnet, die Mängel wurden behoben. Auch hier sind die Wasserleitungen neu verlegt worden, Wasserräder zeigen auch den Kleinsten an, ob und in welchem Maße das kostbare Nass verbraucht wird.

Kurz fiel der Besuch im Heimatmuseum aus: Nach der Trockenschwammsanierung waren die Maler da, jetzt kann Historiker Rolf-Bernd de Groot beginnen, die vielen in den Räumen gestapelten Exponate erst einmal vom Staub zu befreien, ehe sie wieder ausgestellt werden können.

Auch an der Stiftsmauer, Station vier, ging es schnell. An der Stiftsmauer ging es vor allem um die Verblendung der unteren Mauer, zwei Bereiche sind schon mit Obernkirchener Sandstein verblendet: Im ersten Bereich stehen die Steine, was vom Denkmalschutz aber nicht erwünscht ist – sie müssen liegen. Die Verblendung ist der vierte und letzte Schritt der umfangreichen Sanierung, nächste Woche soll begonnen werden. Ende dieses Monats soll sie beendet sein, dann kann mit der Straße begonnen werden, die dann eine neue Deckschicht erhalten wird.

Ende Oktober soll die Sanierung fix und fertig sein. Wilhelm Mevert (SPD) zeigte sich nicht ganz zufrieden, als sein Blick die Straße hinunterfiel. Die Straße ist nämlich deutlich schmaler geworden, „da stimmen die Verhältnisse, die Proportionen nicht mehr.“

Bodendecker sollen vor der Stiftsmauer gepflanzt werden, denn der Pflegebedarf soll so gering wie möglich gehalten werden, ist sich der Ausschuss einig. Und weil der Bürgersteig nach der Sanierung der Straße überfahrbar sein wird, soll auch keine Einbahnstraße ausgewiesen werden.

Wenn sich zeige, so Martin Schulze-Elvert von der Gruppe CDU/WGO, dass es nicht machbar sei, dann müsse man neu überlegen. Aber an sich müsste es gehen mit dem Verkehr in beiden Richtungen: „Hier ist doch nicht viel.“

Artikel vom 08.09.2010 - 16.57 Uhr
drucken
Diesen Artikel versenden


   
versenden

Artikel kommentieren






Startseite | Lokales | Überregionales | Sport | Magazin | Kultur | Anzeigenmarkt | Service | Impressum
© C. Bösendahl GmbH & Co. KG
Eine starke Gruppe: Deister- und Weserzeitung | Pyrmonter Nachrichten | Dewezet Bodenwerder | Schaumburger Zeitung | Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung | Deister-Leine-Zeitung | Neue Deister-Zeitung | Wesio | Weserbergland.Com | Medien 31