Obernkirchen
Eine Partnerschaft, die beiden Seiten hilftFür das Erinnerungsbild bitte ein bisschen zusammenrücken: Gut beschirmt von Björn Döhner, freuen sich Karoline Schöpf, Mark Reichwage, Wolfgang Hein und Manfred Eßmann (v.l.) über den neuen Partnerschaftsvertrag zwischen Freibad und Bornemann. Foto: rnk
Obernkirchen (rnk). Für Wolfgang Hein vom Förderverein Sonnenbrinkbad ist es im besten Neudeutsch eine Win-Win-Situation: Die Firma Bornemann unterstützt das Freibad im Rahmen einer Partnerschaft mit einer kostenlosen Wartung der Anlagentechnik und im Gegenzug ermöglicht der Badbetreiber der Firma die für die Ausbildung von Mechatronikern notwendigen Ausbildungsinhalte anhand der Wartung der Schwimmbadtechnik. Zudem, so unterstrich Mark Reichwage als Leiter Systemengineering und -montage, gestern im Bad, demonstriere die Firma damit auch ihre Verbundenheit mit der Bergstadt.
Gestern wurde der symbolische Partnerschaftsvertrag unterschrieben.
Am 2. August hat Bornemann den ersten Auszubildenden der Fachrichtung Mechatronik begrüßen dürfen, erklärt Karoline Schöpf, Referentin für Personalentwicklung. Mit diesem bei Bornemann neuen Ausbildungsberuf, so Reichwage, „decken wir den Bedarf der sich mit der Entwicklung weg von reinem Pumpenhersteller hin zum Systemhersteller herauskristallisiert hat“. Die stattfindende Verzahnung von mechanischen, elektrischen und elektronischen Komponenten werde somit gleich in die Ausbildung integriert. Dieser Ausbildungsgang stelle neben den bereits laufenden Ausbildungsberufen der Industriemechaniker und -kaufleute, Produktdesigner, Fachlageristen sowie den dualen Studiengängen Produktions-, Vertriebs- und Konstruktionstechnik den neunten Ausbildungsberuf in der Firma dar. Natürlich, so Personalreferentin Schöpf, freue man sich, dass durch die Kooperation nicht nur die Ausbildung abwechslungsreicher gestaltet werden könne, sondern auch darüber, „dass wir unseren Beitrag zur Stärkung der Region leisten können“. Wer Interesse an einer Ausbildung bei Bornemann in einem der neun Berufe habe, könne sich für 2011 gerne noch bewerben.
Auch bei Wolfgang Hein als Vorsitzenden des Fördervereins war gestern die Freude spürbar. Nicht, weil es nach Monaten des Frustes mal wieder eine gute Nachricht zu verkünden gab, sondern weil die Verzahnung mit der heimischen Wirtschaft seit der Übernahme des Bades durch den Förderverein ein erklärtes Ziel war. „Wir wollten stets, dass die Obernkirchener Geschäftswelt sich an der Unterhaltung des Bades beteiligt, nicht unbedingt finanziell, aber sichtbar“, so Hein. Daher sei es „toll, dass wir jetzt einen Partner haben“. Es wäre schön, ließ Hein durchblicken, wenn es nicht der letzte wäre.