Die neuen Buswartehäuser bestechen mit ortstypischer Optik. Die Arbeiten dauerten beinahe den gesamten Sommer. Foto: gus
Nordsehl (gus). Der Ort Nordsehl hat acht neue Buswartehäuser bekommen. Dafür bezahlt die Gemeinde nur etwa 7000 Euro.
Zwar sind fast 10 000 Euro an Kosten pro Unterstand eingeplant, in den Haushaltsplan hatte die Gemeinde im Frühjahr 70 000 Euro für das Erneuern der Buswartehäuser eingestellt. Doch 90 Prozent der Kosten stammen aus einem Zuschuss für die Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Bürgermeisterin Hanna Mensching-Buhr rechnet damit, dass die Unterstände zudem deutlich günstiger als 10 000 Euro pro Stück werden. Die Bushäuser sollen nicht so anfällig für Vandalismus sein. Auf Scheiben wurde beispielsweise verzichtet. Die Wandstruktur – ein Großteil der Konstruktion besteht aus Klinkermauerwerk – soll für Sprayer eher unattraktiv wirken. Die Optik der roten Ziegel und der sandsteinfarbenen Säulen an den vorderen Ecken soll sich dem Ortsbild Nordsehls anpassen – zahlreiche Häuser in der Gemeinde sind mit roten Ziegeln gemauert, außerdem stehen an den Ortseingängen sandsteinfarbene Säulen.
Die Dächer der Häuser, die sich allesamt an der Ortsdurchfahrt Landstraße befinden, bestehen aus einer Holzbalken-Konstruktion. Diese sind mit Dachziegeln gedeckt. Die Wartenden können auf Holzbänken Platz nehmen. Kein Vergleich zu den Waschbeton-Unterständen, die bisher in Nordsehls Bushaltestellen zu finden waren.