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Unfall auf A 2: Stundenlang geht nichts mehrDach eingedrückt: der beteiligte Peugeot 206.
Bad Nenndorf (her). Drei Kollisionen mit fünf beteiligen Fahrzeugen auf der Autobahn 2 zwischen Bad Nenndorf und Kolenfeld haben gestern zu einer fast vierstündigen Vollsperrung der Fahrspuren in Richtung Hannover geführt. Eine Frau aus Garbsen kam mit schweren Kopfverletzungen in die Medizinische Hochschule, ein 28-jähriger VW-T 4-Fahrer wurde ebenfalls schwer verletzt. Die Polizei schätzt den Schaden auf insgesamt 55 000 Euro.
Die Aufnahme der Ereignisse gestern Nachmittag dauerte Stunden. Erst gegen Abend hat die Autobahnpolizei die Karambolage vom Nachmittag weitgehend rekonstruiert. Danach waren alle drei Wagen gegen 14.25 in Richtung Hannover unterwegs. Eine 32-jährige Frau aus Dortmund fuhr mit ihrem Skoda Fabia vermutlich auf dem linken Streifen, kam aus ungeklärter Ursache ins Schleudern. Ihr Wagen berührte dabei den Peugeot 206 einer 24-jährigen Fahrerin aus Garbsen. Dieser kippte dabei auf die Fahrerseite, schlidderte über den Asphalt und blieb auf der mittleren Spur quer zur Fahrtrichtung liegen.
Von hinten rauschte ein 23-jährige aus Detmold mit ihrem Golf heran und prallte in das Dach des liegenden Peugeots, der von der Autobahn nach rechts in den Seitenraum geschleudert wurde und dort auf den Rädern zum Stehen kam. Die Fahrerin zog sich schwere Kopfverletzungen zu, der Rettungshubschrauber flog sie in die Medizinische Hochschule nach Hannover.
Der Golf kam etwa 50 Meter weiter links an der Mittelplanke zum Stehen. Die Detmolderin und ihre 21-jährige Beifahrerin blieben unverletzt. Der Skoda Fabia war bereits nach der ersten Kollision nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und die Böschung hinabgeschossen. Auch die Dortmunderin kam mit dem Schrecken davon.
Die Polizei ließ die A 2 hinter dem Anschluss Bad Nenndorf komplett sperren und rief den Verkehrsunfalldienst, der mit dem Messwagen anrückte. Die Rekonstruktion der Geschehnisse gestaltete sich schwierig und zeitaufwendig, sodass sich der Verkehr in Richtung Hannover auf einer Länge von bis zu elf Kilometern staute. Auch die Umleitungsstrecke bei Lauenau und Bad Nenndorf war dicht. Gegen 15.55 Uhr fuhr der 28-jährige Fahrer eines VW T 4 mit Anhänger auf den am Stauende stehenden Sattelzug eines 43-Jährigen auf. Der VW-Fahrer wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik transportiert. Um 18.15 Uhr gab die Polizei zwei Fahrspuren in Richtung Hannover wieder frei.