Landkreis
Junge Union nach einigen Anlaufproblemen gegründetDer Vorstand der Jungen Union Rodenberg mit dem Vorsitzenden Lars Heßmann (unten von links), dem 2. Vorsitzenden Gabriel Holzheimer, Schatzmeisterin Katharina Thies und Geschäftsführer Tobias Siebert. Foto: tes
Rodenberg (tes). Ohne Party, aber mit einem kompletten Vorstand ist der Stadtverband Rodenberg der Jungen Union (JU) in seine erste Amtszeit gestartet. Die Gründungsveranstaltung in der „Galerie 51“ musste mangels Beteiligung ohne Livemusik auskommen. Dennoch wertete der Kreisvorsitzende René Schulz den Abend als einen gelungenen Startschuss und glückliches Ende eines langen Prozesses.
Der Weg, einen kompletten Vorstand auf die Beine zu stellen, habe mehr als ein Jahr gedauert. Bis zuletzt stand nicht fest, ob alle Vorstandsposten besetzt werden können. Buchstäblich in letzter Sekunde machte Gabriel Holzheimer mit seiner Kandidatur das Quartett an der Spitze komplett. Viel mehr Interessenten waren trotz Plakatierung und Aufrufen in der Presse nicht gekommen.
Mit vier abgegebenen Stimmen wurde der Rodenberger Lars Heßmann einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. An seiner Seite stehen der zweite Vorsitzende Gabriel Holzheimer, Schatzmeisterin Katharina Thies aus Apelern und Geschäftsführer Tobias Siebert aus Lauenau.
Der junge Vorsitzende hat schon mit zwölf Jahren sein Interesse für die Politik entdeckt und arbeitete im Rodenberger Jugendparlament mit. Als erstes Ziel nannte der 17-Jährige, neue Mitglieder zu gewinnen. Jugendliche müssten in das kommunalpolitische Geschehen eingebunden werden, sagte er. Nicht nur alte Menschen sollten bestimmen, was im Interesse der Jungen gemacht wird. Auf dem Weg zu einem aktiven Verband, hoffe er auf Hilfe von erfahrenen Lokalpolitikern. „Demokratie lebt vom Mitmachen“, betonte der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Carsten Schulz. „Am 14. August haben wir in Bad Nenndorf erlebt, was das bedeutet.“ Es sei wichtig, dass sich auch junge Leute offen gegen Faschisten wenden. Der stellvertretende CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Erhard Steege kündigte an, er werde sich dafür einsetzen, dass der JU-Vorsitzende auch ein Stimmrecht erhält.