Hessisch Oldendorf

Dorferneuerung bringt viel Geld ins Stiftsdorf
Fischbeck (ll). 15 Monate hat es gedauert. Jetzt ist ein Ende der intensiven Planungen um die Fischbecker Dorferneuerung in Sicht. Wie Hessisch Oldendorfs Stadtplanerin Martina Kexel erklärt, sind die entsprechenden Anträge auf dem Weg zur genehmigenden Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) in Hannover.
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Im Sommer könne es losgehen mit den Maßnahmen in Fischbeck, führt Martina Kexel aus. „Ab diesem Zeitpunkt können dann auch private Anträge zur Förderung im Rahmen der Dorferneuerung gestellt werden“, sagt die Planerin. Interessierten Einwohnern, die ihren Privatbesitz ebenfalls im Rahmen des Programms erneuern können, steht mit Michael Wunder, der selbst im Stiftsdorf wohnt, ein von der Stadtverwaltung beauftragter Betreuungsarchitekt zur Seite. „Die Erstberatung ist für alle Eigentümer kostenfrei“, sagt die Stadtplanerin, die darauf hinweist, fachlichen Rat unbedingt in Anspruch zu nehmen. Bei privaten Vorhaben erfolgt eine Förderung von 30 Prozent der Bruttokosten, mindestens jedoch in Höhe von 2500 Euro. Ab einer Bausumme von 8400 Euro werden private Maßnahmen gefördert, die Einfluss auf das Dorfbild haben. Darunter fallen etwa Fassadenarbeiten, Hofpflasterungen und Zäune. Nicht gefördert hingegen werden Arbeiten innerhalb von Gebäuden.

Mit der Dorferneuerung in Fischbeck startet dann ein Projekt, das nach Martina Kexels Bekunden ein Volumen umfasst, „das wir im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf noch nicht hatten“. Insgesamt werden rund vier Millionen Euro in die Fischbecker Infrastruktur investiert. An 18 Örtlichkeiten erhält das Weserdorf ein neues Aussehen. Im Hinblick auf die Finanzierung des Großprojekts werden indes verschiedene Wege eingeschlagen. Während die Maßnahmen zur Erneuerung von Wegverbindungen, Pflasterungen und Pflanzungen zur Hälfte von der Stadt Hessisch Oldendorf kofinanziert werden müssen, sieht es mit Blick auf das Fischbecker Stift anders aus: Als Körperschaft des öffentlichen Rechts profitiert das Stift aus anderen Fördertöpfen und belastet das Hessisch Oldendorfer Stadtsäckel deshalb nicht. Die Maßnahmen am Stift ausgeschlossen, beläuft sich die Investitionssumme auf etwa 2,8 Millionen Euro.

Zu Beginn der Dorferneuerung werde nach einer aufgestellten Prioritätenliste mit den Maßnahmen begonnen, wie Landschaftsplaner Helmut Mexdorf in der Sitzung des Ortsrates ausführt. Obenan auf dieser Liste stehen die Umgestaltung der Stiftstraße und der Straße „Am Nährenbach“, die Lachemer Straße mit der Schaffung von Parkplätzen am Friedhof sowie die Sanierung der Straßenbeläge „Auf dem Harze“.

Es sei bereits vieles vorhanden gewesen, auf das man nun aufbauen könne, sagt Mexdorf. Denn bereits seit Anfang 2007 bestehen grobe Gestaltungspläne. Damals hatten sich die Fischbecker schon einmal für eine optische Aufwertung des Weserdorfes stark gemacht. Auf die akribische Arbeit der letzten 15 Monate und die Ergebnisse der Planungen kann der Arbeitskreis Dorferneuerung nun auch in Zukunft bauen. „Es gibt viele Bereiche, an denen nicht nur optische, sondern auch funktionale Verbesserungen erzielt werden“, ist Landschaftsplaner Helmut Mexdorf sicher.
Artikel vom 28.02.2010 - 19.00 Uhr

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