Hessisch Oldendorf
Ben Brautlecht darf mit auf die BühneBen Brautlecht hat am Wettbewerb teilgenommen und eine große Taschenlampe gebastelt. Er freut sich auf heute Abend, wenn er mit Rumpelstil auf der Bühne stehen darf. Foto: bj
Hessisch Oldendorf (pj). Seit Monaten prangt auf dem durch ganz Deutschland rollenden Rumpelstil-Tourneebus der Schriftzug Weserbergland neben Städtenamen wie Hamburg oder Köln. Heute eröffnet die Kultband die Taschenlampentour 2010, wie im Vorjahr, wird mit dem Konzert in Hessisch Oldendorf gestartet. Dann geht es weiter nach Bonn, wo am morgigen Sonnabend der Cousin von Ben Brautlecht dabei sein wird.
Der sechsjährige Ben kann heute Abend auf dem Kirchplatz mit Blanche Elliz, Jörn Brumme, Max Vonthien und Peter Schenderlein, das sind Rumpelstil, auf der Bühne stehen. Mit ihm freuen dürfen sich noch einige weitere Kinder, die am Wettbewerb des Culturvereins teilgenommen, Geschichten geschrieben und wie Ben Brautlecht schöne Taschenlampen gebastelt haben.
Vor einem Jahr hatte die Vorsitzende des Culturvereins, Barbara Jahn-Deterding, die holländische Sängerin Blanche Elliz, den Gitarristen Jörn Brumme, den Schlagzeuger Max Vonthien und den Pianisten Peter Schenderlein gefragt, ob sie 2010 wiederkämen. „Wollt ihr, dass wir wiederkommen?“, lautete die Gegenfrage der beliebten Berliner Musiktheatergruppe Rumpelstil an das Publikum. Ein hundertfaches „Ja“ schallte zu fortgeschrittener Stunde über den Kirchplatz. Darauf reagierend, präsentiert der Culturverein der wachsenden Rumpelstil-Fangemeinde in Hessisch Oldendorf heute live und open air das dritte Weserbergländer Taschenlampenkonzert.
Die Baxmannstadt scheint bei den Berlinern, die sonst vor Tausenden von Zuschauern auf der Berliner Waldbühne „das schönste Familienkonzert des Jahres“ geben, wie die dortige Presse schreibt, einen guten Eindruck hinterlassen zu haben. In Berlin hörten im Vorjahr übrigens 20 000 das Konzert. Manchen Besuchern, die vor zwei Jahren beim Taschenlampenkonzert in Hessisch Oldendorf dabei waren, spukt noch im Kopf herum, dass Textschreiber Brumme damals von der „heimlichen Kulturhauptstadt des Weserberglands“ sprach. Wer Rumpelstil kennt, weiß, dass die vier Musiker mit unglaublicher Präsenz und Spielfreude auf der Bühne stehen und das Publikum nicht nur mit Ohrwürmern zu begeistern verstehen. Sie bieten anspruchsvolle Kindermusik, eingepackt in fantasievolle Effekte für die Kleinen, Jazz, Rock, Swing und Balladen mit hintergründigen wie spritzigen Texten für die Großen. Unterstützung erhalten sie bei ihrem unterhaltsamen Familienprogramm von Freunden wie etwa dem kuscheligen Mr. Mambuso, der so wunderbar tanzen kann und nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt. Unvergessen bleibt den jeweils fast tausend Besuchern der ersten beiden Taschenlampenkonzerte die besondere Atmosphäre jener lichtzauberhaften Abende. Ergreifend, wenn mit Hunderten leuchtender Taschenlampen und e.on-Knicklichtern vor historischer Kulisse Wünsche in den Himmel geschrieben werden. Dann ist der stimmungsvolle Höhepunkt eines jeden Taschenlampenkonzertes erreicht, egal an welchem Ort.
Während in den Großstädten die Karten 25 bis 30 Euro kosten, sind sie in Hessisch Oldendorf zum Preis von vier Euro (bis 16 Jahre) und sechs Euro (Erwachsene) erhältlich. Um 19 Uhr ist Einlass auf den Kirchplatz, das Konzert beginnt um 20 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Vor Regen schützen große Schirme.