Eilsen

Neue Statik: Bau des Bolzplatzes verzögert sich

Die zwei Kleinfeldfußballtore liegen schon auf dem Rasen – doch die Arbeiten für das Aufstellen des Ballfangzaunes müssen neu ausgeschrieben werden. Bevor der Zaun nicht steht, ist’s nichts mit dem Bolzen. Foto: tw

Buchholz (tw). Eigentlich sollten sie schon Anfang Juli auf dem – neuen – Bolzplatz gegen das Leder treten können, die Kinder und Jugendlichen aus Buchholz. Daraus jedoch ist nichts geworden. Jetzt ruhen alle Hoffnungen darauf, dass das Areal in der Zufahrt zum Neubaugebiet „Auf der Portugall“ zumindest im Herbst dieses Jahres freigegeben werden kann. Zwar sind die zwei zusammen 2285 Euro teuren Kleinfeldfußballtore von der Firma „espas“ inzwischen geliefert worden – doch die Aufgabe „Umzäunung des Bolz- und Spielplatzes“ muss neu ausgeschrieben werden.

„Durch die Statikberechnungen für die Ballfangzäune und die daraus resultierende Ergänzung des Bauantrages ist es – leider – zu einer Zeitverzögerung gekommen“, berichtet Buchholz’ Bürgermeister und Gemeindedirektor Hartmut Krause (WiB) dem Ortsparlament während des jüngsten Treffens im Gemeinschaftshaus. Eine Zeitverzögerung, deren Auswirkung beträchtlich ist, denn: „Das wirtschaftlich günstigste Angebot der Firma Stanislaw Jakubik vom 27. April 2010 hatte eine Preisbindung von nur ein bis zwei Wochen“, erinnert Krause. Diese Zeit ist längst verstrichen …

Nach einer aktuellen Berechnung der Firma werde die Umzäunung jetzt, dreieinhalb Monate später, etwa 5000 Euro teurer werden. Jakubik begründe das damit, dass das Umsetzen der Statikberechnung größere Fundamente und stärkere Pfosten nötig mache; außerdem sei der Stahlpreis stark gestiegen. Krause erinnert das, was da in Sachen Statik geplant ist, ein wenig an einen „Hochsicherheitstrakt“. Doch sei’s drum.

Der Bürgermeister: „Vergleichbare Angebote liegen nicht mehr vor.“ Damit aber wäre eine Auftragsvergabe rechtlich nicht einwandfrei – und würde, falls sie dennoch erfolgen sollte, vom Rechnungsprüfungsamt des Landkreises mit Sicherheit gerügt werden. Um die weitere Verzögerung in Grenzen zu halten, hat Krause den Planer Helmut Göbel (Stadthagen) bereits im Vorfeld der Ratssitzung damit beauftragt, den Bauantrag der Gemeinde zu ergänzen, die Ausschreibungsunterlagen vorzubereiten und neue Angebote einzuholen; die Submission, also das Öffnen der Angebote, soll Ende September erfolgen.

Dafür hat sich Krause jetzt den Segen des Rates geholt, der das Handeln des Bürgermeisters einstimmig billigte. Es gilt: Die Firma mit dem wirtschaftlich günstigsten Angebot soll den Auftrag für die Umzäunung erhalten.

„Das Ganze ist zwar ärgerlich, aber wir müssen mit dem Projekt – endlich – fertig werden. Die Kinder warten schon sehnlichst darauf, ,ihren’ Platz in Besitz nehmen zu können“, meint WiB-Fraktionschef Wolfgang Witt. Klaus Kappmeier sieht das aus Sicht der SPD ebenso und ergänzt: „Es wäre schön, wenn der Auftrag wieder an eine Firma aus Buchholz gehen könnte.“

Zur Erinnerung: Die Gemeinde hatte für das Erstellen des Spiel- und Bolzplatzes „Auf der Portugall“ im Etat ursprünglich 30 000 Euro einkalkuliert, von denen sie aber inklusive Bepflanzung voraussichtlich maximal 25 000 Euro benötigen wird. Das Bepflanzen der Böschung soll erst im Herbst erfolgen. Besagte Bepflanzung ist nötig, um die Böschung zu stabilisieren und ein Abrutschen des Hanges zu verhindern. Den Kauf von Spielgeräten hatte das Ortsparlament auf das Jahr 2011 verschoben. Nach ersten Vorschlägen könnte es dann eine Kletteranlage, eine Hängematten-Schaukel und ein Trampolin geben; außerdem soll das Areal für den Aufenthalt der Erwachsenen eine Parkbank inklusive Papierkorb erhalten.

Artikel vom 03.09.2010 - 00.00 Uhr
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