Eilsen

Mit Wigwams auf dem Weg zur Umweltschule

Heeßen (möh). Erst war sie doch ein wenig traurig, als die Grundschule einen Teil ihres damaligen Schulhofes für den Neubau des Kindergartens abgeben musste. Entschädigt wurden die Schüler aber mit einem 1300 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem ein naturnaher Pausenhof entsteht. Die Eltern der Klasse 2a errichteten nun drei Indianer-Tipis aus Weidenholz, sodass der Hof bereits sein endgültiges Gesicht hat.

In Zukunft wird jeweils die zweite Klasse der Grundschule die Patenschaft und somit auch die Pflege der Wigwame übernehmen. Schließlich treibt das Weidenholz im Frühjahr immer wieder aus und muss geschnitten werden.

Mit Sägen, Schaufeln, Spaten und Leiter waren die Eltern der Klasse 2a und die Klassenlehrerin Prisca Rüßau angerückt, um die drei Indianerzelte aufzustellen. Das Material hatte zum einen die Samtgemeinde zur Verfügung gestellt. Zum anderen scheitelte die Gruppe einige Kopfweiden auf dem Auehof, um auch genügend kleine und biegsame Äste zum Bau der „Zelte“ zu haben. Überlegt wird derzeit, ob noch ein Tunnel aus Weidenholz auf dem Gelände Platz findet.

Klassenlehrerin Prisca Rüßau dankte der Diplom-Biologin Eva von Löbbecke-Lauenroth für die fachliche Betreuung sowie den Elternvertretern Ute Jorritzma und Ulli Langermann für die Organisation der Bauaktion und natürlich den Eltern für die tatkräftige Mitarbeit.

Im Herbst war zwar schon einmal Rasen auf dem neuen Gelände ausgesät worden. Aber der harte Winter hat dazu geführt, dass der Samen nicht austreibt. Daher muss noch einmal eingesät werden, dann wird der Pausenhof offiziell eingeweiht werden können. Die Kinder sind schon gespannt, die vielen Geräte während der Pausen zwischen den Unterrichtsstunden nutzen zu dürfen. Ist der Schulhof übergeben, er hat dann trotz aller Eigenleistung der Eltern und Lehrer über 50 000 Euro gekostet, ist die Schule ihrem Ziel „Umweltschule in Europa“ einen großen Schritt näher gekommen.

Übrigens: In den Nistkästen im Bereich der Schule, die mit einer Kamera versehen sind, sondieren Vögel bereits die Möglichkeit, ob sie sich hier einnisten wollen. Jetzt müssen die Kameras nur noch mit einem Bildschirm verbunden werden. Dann können die Kinder der Grundschule live und ungeschnitten erleben, wie Eier gelegt und ausgebrütet werden und sehen, wie die Vögel schlüpfen.

Artikel vom 01.03.2010 - 23.00 Uhr
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