Eilsen

Alte Kameraden auf der Suche nach den eigenen Spuren

Ein Bild aus alten Tagen: Das Unteroffizierskorps der 3. Kompanie des Sanitätsbataillons 1 beim Übungsschießen in Röcke im April 1960.

Heeßen/Bückeburg (tw).

Das nennt man Zusammenhalt: Die Kameradschaft ehemaliger Offiziere und Unteroffiziere des Sanitätsbataillons 1, des Sanitätsbataillons 902 und der Sanitätsausbildungskompanie 582 trifft sich am kommenden Samstag, 4. September, mit ihren Angehörigen für eineinhalb Tage in Heeßen, um gemeinsam der alten Zeiten zu gedenken – denn die Wurzeln der Einheit lagen Mitte der 50er Jahre in Bad Eilsen und Bückeburg.

Das Lazarettregiment 31 Berlin ist als erstes Sanitätsbataillon der Bundeswehr ab Februar 1956 auf- und am 3. September 1956 in Bad Eilsen als Sanitätsbataillon 3 in Dienst gestellt worden.

Im Mai 1957 wurde das Bataillon mit der Eingliederung in die 1. Grenadierdivision in Sanitätsbataillon 1 umbenannt, im April 1958 umgegliedert und im Juni 1959 nach Bückeburg sowie von da 1967 nach Hildesheim verlegt. Dort verblieb das Bataillon bis 2003, wurde aber mehrmals umgegliedert und dabei in verschiedenen Liegenschaften (Ledebur- und Mackensen-Kaserne, Heeresflugplatz) untergebracht, ab Dezember 1992 in der Gallwitz-Kaserne.

Am 1. Oktober 1997 wurde das Bataillon zum Sanitätsregiment 1 umgegliedert, am 1. April 2002 im Rahmen der Aufstellung des Zentralen Sanitätsdienstes dem Sanitätskommando III (Weißenfels) unterstellt und am 11. April 2003 in Lazarettregiment 31 umbenannt.

Vom 1. Juli 2003 bis 19. Dezember 2003 erfolgte die Verlegung nach Berlin-Kladow in die Blücher-Kaserne. Bis dahin ist der Verband zehnmal umgegliedert und umstrukturiert sowie viermal umunterstellt worden. Bis zu seinem 50-jährigen Bestehen haben im Verband, der während dieser Zeit von 13 Kommandeuren und 18 Stellvertretern geführt worden ist, 12 000 Soldaten gedient und an 20 Einsätzen im In- und Ausland teilgenommen. Hinzu kam die Teilnahme an vielfältigen Einsätzen im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit, von denen die Unterstützungsleistungen bei der FIFA-WM und der Special Olympics 2006 herausragen.

Programm:

Die früheren Soldaten werden nach ihrer Anreise am Samstag, 4. September, gegen 13 Uhr zunächst im Heeßer Krug zu Mittag essen. Danach ist für 14 Uhr ein Spaziergang zum Idaturm mit Kaffeetrinken geplant. Sollte das Wetter schlecht sein, lautet die Alternative: Besuch der Fürstlichen Hofreitschule in Bückeburg und Kaffeetrinken in der „Alten Schlossküche“. Am Abend gibt’s Vorträge: So erfahren die Alten Kameraden etwas über die Struktur des Lazarett-Regiments 31 „Berlin“, Nachfolgeeinheit des Sanitätsbataillons 1, über den Sanitätsdienst im Einsatz und über das Feldlagerleben in Afghanistan. Eine Podiumsdiskussion schließt sich an.

Für Sonntag, 5. September, können die Teilnehmer des Treffens zwischen einem Rundgang durch die Bückeburger Jägerkaserne, einem Besuch des Hubschraubermuseums und der Besichtigung von Schloss Bückeburg wählen. Nach der Verabschiedung in der Jägerkaserne geht’s dann in den Mittagsstunden zurück nach Hause.

Artikel vom 02.09.2010 - 00.00 Uhr
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