Bückeburg

Vorfreude auf sechs Stunden Kultur satt

Bückeburg (bus). 31 Aktionsörtlichkeiten, 81 Programmpunkte, 63 Einzeldarsteller sowie jede Menge Gruppen, Musikformationen, Chöre und Orchester – bereits die bloßen Zahlen lassen den Kunstinteressierten das Vorfreudewasser im Munde zusammenlaufen. „Wir haben wieder einmal ein Programm auf die Beine stellen können, in dem für jeden etwas dabei sein sollte“, sagt Albert Brüggemann als Sprecher des Arbeitskreises „Lange Nacht der Kultur“. Gesponsert und präsentiert wird die Lange Nacht – wie immer – von unserer Zeitung. Allerdings wird es nach dem Tod unseres Kolumnisten und Kabarettisten Ulrich Reineking in diesem Jahr keine Veranstaltung in unserem Medienhaus geben.

Kaum dass das Publikum die anlässlich des Schaumburg-Jubiläums rund um den reanimierten „Fürst Ernst“ organisierten Feierlichkeiten ein wenig verdaut hat, steht mit der nunmehr sechsten Auflage der Kulturnacht ein weiterer Höhepunkt auf dem in diesem Jahr besonders prall gefüllten Bückeburger Terminkalender. Brüggemann plädiert dennoch für eine Beibehaltung des jährlichen Rhythmus‘. „Wir haben auch dieses Mal viele neue Akteure aus dem Amateurbereich gewonnen“, erläutert der Arbeitskreissprecher. Das Angebot könne sich sehen lassen und enthalte zahlreiche Überraschungen.

Wenn die Kulturnacht am Freitag, 10. September, um 18 Uhr auf der Marktplatzbühne ihre Eröffnung erleben wird, dürfen die Besucher auf sechs mit abwechslungsreicher Kurzweil und durchaus anspruchsvoller Unterhaltung gefüllte Stunden gespannt sein. Die Spielstätten sind überwiegend im Innenstadtbereich angesiedelt. Weshalb in diesem Jahr auf den in den vergangenen Jahren angeboten Taxi-Shuttle-Service verzichtet wird. Stattdessen können die mit einem Eintrittsbändchen ausgestatteten Besucher die Droschken zu einem ermäßigten Tarif in Anspruch nehmen. Ebenfalls neu ist ein kostenloser Kinder- und Babybetreuungsservice (Anmeldung erforderlich, Telefon: (0 57 22) 89 34 02.

Im Arbeitskreis herrscht zudem Freude darüber, dass während der diesjährigen Nacht das gastronomische einigermaßen mit dem kulturellen Angebot mithalten kann. Sechs Teilnehmer offerieren Verpflegung in eigener Regie, zwei Lebensmitteleinzelhändler beteiligen sich mit speziellen Ständen, an zwei Orten wird es Straßengastronomie geben. Und wie in den Vorjahren kommt in einer Bäckerei eine Torte zur kostenlosen Verteilung. Das Naschwerk ist dem vor einhundert Jahren gestorbenen Dichter Wilhelm Raabe gewidmet.

Um in den Genuss der 81 Darbietungen zu gelangen, ist der Erwerb eines Eintrittsbändchens vonnöten. Die Bänder zum Preis von fünf (Erwachsene) respektive drei Euro (Kinder, Schüler, Studenten und Behinderte mit Ausweis) sind im Vorverkauf bei der Touristinformation, der Stadtbücherei, in diversen Geschäften und auf dem Bückeburger Wochenmarkt erhältlich. In der Kulturnacht wechseln sie per Straßenverkauf und in der Touristinformation den Besitzer.

Der Arbeitskreis macht darauf aufmerksam, dass die Einlasskontrolle dieses Mal von ein klein wenig mehr Akkuratesse als in den zurückliegenden Nächten geprägt sein wird. „Wir sind einerseits nicht um Gewinnstreben bemüht, wollen die Veranstaltung auf der anderen Seite aber erneut dergestalt über die Bühne bringen, dass wir dem städtischen Haushalt nicht zur Last fallen“, verdeutlicht Brüggemann. Die Kulturnacht müsse sich nämlich finanziell selbst tragen. Woran bei der Qualität und Vielfalt des Angebots nicht zu zweifeln sein dürfte.

Ab sofort liegen im gesamten Stadtgebiet auch die Flyer mit allen Veranstaltungen aus, die während der „Langen Nacht“ besucht werden können. Jeder kann also im Vorfeld wieder seinen ganz individuellen Kulturfahrplan für einen schönen Freitagabend erstellen.

Jürgen Klaubert (von links), Albert Brüggemann und Wolfgang Prägler stellen das Kulturnacht-Programm vor.

Artikel vom 03.09.2010 - 00.00 Uhr
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