Bückeburg
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Beeindruckende Vernissage im Achumer Meierhof

Ateliergemeinschaft Bückeburg zeigt Bandbreite ihres Schaffens / Mehr als 60 Acrylarbeiten und Aquarelle zu sehen

Bückeburg/Achum (sig). Seit weit über einem Jahrzehnt besteht die Ateliergemeinschaft Bückeburg, deren Mitbegründerin die verstorbene Malerin Karin von Klützchner war. Seit dem vergangenen Sonntag präsentiert sich diese Malgruppe im Achumer Meierhof mit einer großen Bilder-Ausstellung.

Die Vernissage eröffnete die Gastgeberin Renate Schütte mit den Worten: „Unser alter Meierhof (aus der Mitte des 17. Jahrhunderts) hätte es sich nicht träumen lassen, einmal eine solche Ausstellung zu erleben. Hier neben der Diele standen früher Schweine und Rinder und im heutigen Clubraum die Pferde.“ Sie kündigte anschließend an, dass die Bilder vier Wochen hängen bleiben werden.

Magdalena Mützelfeldt, die seit 1997 der Ateliergemeinschaft angehört, dankte Renate Schütte für die Unterstützung beim Zustandekommen dieser Ausstellung und stellte die anwesenden Mitglieder ihrer Gemeinschaft vor, zu der nur ein Mann gehört.

Sie wies darauf hin, dass man sich jeweils mittwochs ab 10 Uhr im Atelier in der Herminenstraße 29 trifft. Dort können sich interessierte Kunstfreunde in der Vormittagszeit Bilder anschauen, die auch frei verkäuflich sind. Magdalena Mützelfeldt bedauerte, dass Bückeburg über keinen geeigneten größeren Galerieraum verfügt. Und wenn es zeitlich befristete Gemeinschaftsausstellungen gibt, zum Beispiel mit dem französischen Kunstkreis „Salon de Sablé“, dann stehen für diesen Zweck nur die Sparkasse oder die Stadtbücherei zur Verfügung.

Die Bückeburger Ateliergemeinschaft besteht aus erfahrenen Autodidakten und aus Mitgliedern, die sich der Malerei nach entsprechender Vorbildung widmen. Magdalena Mützelfeldt besuchte die Sommerakademie in Salzburg, die der österreichische Maler und Dichter Oskar Kokoschka gegründet hatte. Sie ging als Gasthörerin zur Universität in Oldenburg und nahm an Kursen des Osnabrücker Professors Jürgen Rommerscheid in Bückeburg teil. Sie wurde auch als grafische Zeichnerin ausgebildet.

Renate Gottschalk aus Bückeburg zum Beispiel besuchte zwei Jahre lang die Modeschule in Düsseldorf und befasste sich dort unter anderem mit der Aktmalerei und mit abstraktiven Motiven. Gerlinde Cronjaeger (Minden) war im kunstgewerblichen Bereich als Lehrkraft tätig. Gisela Vogt (Bückeburg) besuchte über ein Jahrzehnt lang kontinuierlich die Malschule Bungenberg in Großgoltern, verbunden mit diversen Malreisen. Und auch die anderen Ateliermitglieder perfektionierten sich in begleitenden Kursen, meistens an der Volkshochschule.

Im Meierhof sind über 60 Bilder ausgestellt, überwiegend Acrylarbeiten, aber auch eine Reihe von Aquarellen. Es sind sowohl naturalistische Gemälde als auch abstrakte zu sehen – eine beachtliche Vielfalt an Ideen, gedanklichen Reproduktionen und Impressionen. Es lohnt sich, seine Schritte dorthin zu lenken.

Alle Bilder bleiben hängen; nur „Little Jazz“ wird man vermissen. Dieses Duo mit Frontmann Helmut Rinne spielte allein zur Eröffnung.

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