Auetal
Rolfshagen ausgebucht – in Rehren fast die Hälfte freiIm Kindergarten Rehren fühlen sich die Kleinen wohl – trotzdem ist die Hälfte der Plätze noch frei. Foto: la
Auetal (la). Die demografische Entwicklung schlägt sich im Auetal bereits kräftig in den Kinderzahlen nieder. 45 freie Kindergartenplätze für Kinder ab drei Jahren gibt es derzeit in den vier Einrichtungen und von 30 Krippenplätzen, die für Kinder ab 18 Monaten eingerichtet wurden, sind noch sechs zu haben.
Olaf Humke von der Gemeindeverwaltung arbeitet zurzeit an einem Entwicklungskonzept. „Wir müssen feststellen, für welche Altersgruppen wir Betreuungsangebote schaffen müssen und wie die vorhandenen Kapazitäten genutzt werden können. Da gibt es unzählige Möglichkeiten“, so Humke. Es müsse auch darüber nachgedacht werden, ob neben den bestehenden, privaten Betreuungsangeboten in Rolfshagen und Hattendorf, weiterer Bedarf an Krippenplätzen für Kleinkinder unter 18 Monaten besteht. „Das Konzept werde ich in den nächsten Wochen in den politischen Gremien vorstellen“, so Humke.
Bei der insgesamt doch geringen Auslastung der Kindertagesstätten im Auetal fällt auf, dass lediglich die Einrichtung in Rolfshagen komplett ausgebucht ist. 100 Kinder ab drei Jahren werden in den vier Kindergartengruppen betreut und 15 Kinder zwischen 18 Monaten und drei Jahren in der Krippe.
Außerdem stehen bereits vier Krippenkinder für das vierte Quartal dieses Jahres auf der Warteliste für Rolfshagen. Für das erste und zweite Quartal 2011 sind bereits fünf Krippenkinder angemeldet und auch vier Kindergartenkinder stehen bereits auf der Warteliste für 2011. „Damit sind wir voll ausgelastet, was uns natürlich auch freut“, sagte die Leiterin der Kita, Beate Schürmann.
Besonders viele Plätze für Krippen- und Kindergartenkinder sind in Rehren frei. Derzeit besuchen 27 Kindergartenkinder die Einrichtung und neun Krippenkinder. Damit sind 23 Kindergarten- und sechs Krippenplätze unbesetzt. Jeweils also fast die Hälfte der möglichen Betreuungsplätze.
In Escher musste der Kindergarten in diesem Jahr sieben Kinder an die Grundschule abgeben. „Dort fehlt es einfach an Nachwuchs“, stellte Humke fest. Nur zwölf Kinder besuchen noch die kleine Einrichtung, 13 Plätze sind offen.
In der Räuberhöhle in Hattendorf könnten noch neun Kindergartenkinder aufgenommen werden. Derzeit freuen sich 16 Kinder über jede Menge Platz und Spielzeug.
„Die Kindertagesstätte in Rolfshagen ist ausgebucht, weil das Angebot am vielfältigsten ist“, meint Humke. Das Betreuungs- und Beschäftigungsangebot sei sehr abwechslungsreich und interessant für die Kinder. Außerdem würden die Kinder bestens auf den Einstieg in die Schulzeit vorbereitet. Die etwas größere Einrichtung biete den Kindern und Erzieherinnen allerdings auch mehr Möglichkeiten und das gesamte Kita-Team um Leiterin Beate Schürmann sei hoch motiviert und engagiert.
Ein weiteres Plus der Kita Rolfshagen: Eltern können zwischen einer vier- und neunstündigen Betreuungszeit wählen und auch noch Stunden zubuchen, wenn es notwendig ist.
„Oft höre ich als Begründung auch, dass Mütter ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit in der Einrichtung abgeben möchten und da viele Eltern in Obernkirchen, Rinteln oder Stadthagen arbeiten, ist Rolfshagen, abgesehen von der derzeitigen Baustelle, am verkehrsgünstigsten“, weiß Humke zu berichten.
Wie die Entwicklung der Kindergarten- und Krippenplätze in Zukunft weitergeht, ist klar. Immer weniger Kinder werden geboren und damit auch immer wenige Plätze benötigt. Allerdings wünschen auch immer häufiger Eltern eine Betreuungsmöglichkeit für Kinder unter 18 Monaten. „Das wird ja auch politisch immer mehr unterstützt und wahrscheinlich müssen wir irgendwann auch diese Plätze schaffen“, sagte Humke. Die Gemeindeverwaltung muss also überlegen, ob, wo und wie diese Plätze eingerichtet werden können. Schon seit Längerem ist im Gespräch, den Kindergarten in Escher komplett in eine Krippeneinrichtung zu verändern, was allerdings bislang nur auf Gerüchten basiert.